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Bonn: Prozess wegen Attacke auf SPD-Politiker Hans Wallow beginnt

Mit Gasrevolver bedroht  

Prozess wegen Attacke auf SPD-Politiker beginnt

06.05.2020, 07:27 Uhr | dpa

Bonn: Prozess wegen Attacke auf SPD-Politiker Hans Wallow beginnt . Der Eingang des Bonner Landgerichts: Dort muss sich ein Mann für einen Angriff auf den SPD-Politiker Hans Wallow verantworten. (Quelle: dpa/Oliver Berg/Archiv)

Der Eingang des Bonner Landgerichts: Dort muss sich ein Mann für einen Angriff auf den SPD-Politiker Hans Wallow verantworten. (Quelle: Oliver Berg/Archiv/dpa)

Ein Mann ist in die Wohnung des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Hans Wallow in Bonn eingedrungen und hat ihn dort massiv bedroht. Jetzt muss er sich vor dem Landgericht dafür verantworten.

Fünf Monate nach einem Angriff auf den ehemaligen SPD-Bundestagabgeordneten Hans Wallow beginnt heute der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Ein 44-jähriger Informatiker muss sich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz vor dem Bonner Landgericht verantworten. Laut Anklage soll sich der mutmaßliche Attentäter unter einem Vorwand – er müsse zur Toilette – Zutritt zur Bonner Wohnung des Politikers verschafft haben.

Auf dem Rückweg soll er plötzlich einen Gasrevolver gezogen und aus 50 Zentimeter Entfernung zweimal auf Oberkörper und Kopf des 80-Jährigen gezielt haben. Die geladene Waffe hatte aber laut den Ermittlungen Ladehemmung und funktionierte nicht. Die 38-jährige Lebensgefährtin soll daraufhin den Angreifer von hinten angesprungen und zu Boden gebracht haben. Gemeinsam soll das Paar den 44-Jährigen fixiert haben, bis die alarmierte Polizei erschien. Dabei soll die Frau zweimal von dem Angeklagten in den Arm gebissen worden sein, auch Wallow soll leicht verletzt worden sein.

Vor dem Attentat soll der arbeitslose Angeklagte, der zuletzt in Österreich gelebt hat, wiederholt versucht haben, Kontakt mit Wallow zu bekommen: Er wollte demnach mit ihm über ein Buch sprechen, das der Politiker in den 80er Jahren im Verlag seines Vaters veröffentlicht hatte. Die Staatsanwaltschaft geht in der Anklage nicht von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit zur Tatzeit aus. Ob ein psychiatrisches Problem vorliege, muss das Bonner Landgericht entscheiden. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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