Sie sind hier: Home > Regional > Bonn >

Bonn: Online-Tool soll gegen Hitze helfen – Innenstädte werden Hitzeinseln

Innenstädte werden Hitzeinseln  

Online-Tool soll der Stadt gegen Sommerhitze helfen

17.06.2020, 15:59 Uhr | dpa

Bonn: Online-Tool soll gegen Hitze helfen – Innenstädte werden Hitzeinseln. Innenstädte werden zu Hitzeinseln (Quelle: dpa/Martin Gerten/Archivbild)

Ein Baum wirft seinen Schatten auf den Boden: Im Sommer ist es in Innenstädten deutlich heißer als im Umland. (Quelle: Martin Gerten/Archivbild/dpa)

In der Stadt ist es im Sommer gleich bis zu zehn Grad wärmer als in den ländlicheren Regionen. So auch in Bonn. Mit einem digitalen Tool will man nun gegen Hitze vorsorgen.

In den dicht bebauten Innenstädten von Nordrhein-Westfalen ist es im Sommer teilweise bis zu zehn Grad wärmer als im Umland. Das kann bei den Bewohnern leicht zu Hitzestress führen. Eine hitzeangepasste Quartiersplanung werde deshalb künftig immer wichtiger, sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Zur Erleichterung dieser Planung in den Kommunen ist jetzt ein sogenanntes Online-Tool entwickelt worden.

Dieses Programm ermögliche Stadtplanern eine schnelle Ersteinschätzung, sagte Guido Halbig vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Es könne errechnen, mit welcher Maßnahme jeweils der größte Klimaeffekt erzielt werden könne. Denkbar seien zum Beispiel die Begrünung von Hauswänden oder Bepflanzung von Dächern, die Entsiegelung von Flächen, das Anlegen von Parks oder die Einplanung von Frischluftschneisen.

Hohe Belastung durch Hitzeentwicklung

Bereits heute seien knapp sieben Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen bei sommerlichen Wetterlagen von besonders großer Hitzeentwicklung belastet, erklärte das NRW-Umweltministerium. Der durch den Klimawandel zu erwartende weitere Temperaturanstieg werde diese Belastung voraussichtlich noch weiter zunehmen lassen.

Dagegen könne auch Wasser mitunter einen erheblichen Beitrag leisten, sagte der Bonner Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan (CDU). Die Stadt habe auch die Möglichkeit, bei der Planung einer neuen Bebauung die Begrünung von Dächern verbindlich vorzuschreiben. Grundsätzlich gelte: Je dichter die Bebauung, desto stärker der Aufheizeffekt, sagte Thomas Delschen, Präsident des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Das Thema hitzeangepasste Quartiersentwicklung werde künftig immer wichtiger werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

baurtchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal