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Goldtransport-Überfall: Angeklagter aus Raum Bonn bestreitet Vorwürfe

Filmreifer Coup vor zwölf Jahren  

Goldtransport-Überfall – Angeklagter bestreitet Vorwürfe

26.02.2021, 12:08 Uhr | dpa

Goldtransport-Überfall: Angeklagter aus Raum Bonn bestreitet Vorwürfe. Der Angeklagte steht im Landgericht Stuttgart (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)

Der Angeklagte steht während des Prozessauftakts vor dem Landgericht Stuttgart: Er bestreitet die Vorwürfe. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Zwölf Jahre nach einem Goldtransporter-Überfall steht ein Verdächtiger aus dem Raum Bonn erneut vor Gericht. Sechs Männer saßen jahrelang in Haft, gegen den Angeklagten lagen damals nicht genügend Beweise vor.

Im Prozess um einen Überfall auf einen Goldtransporter in der Nähe von Ludwigsburg vor fast zwölf Jahren hat ein angeklagter mutmaßlicher Räuber vor Gericht eine Mitschuld vehement von sich gewiesen. "Ich war weder zur Tatzeit noch am Tattag mit dabei, auch nicht am Vortag", sagte der 36-Jährige am Freitag vor dem Landgericht in Stuttgart. "Alles in der Anklageschrift trifft nicht zu." Am Tag des spektakulären Überfalls habe er seinen Bruder zu einem Termin im Rheinland begleitet, sagte der Familienvater aus dem Raum Bonn.

Der Deutsche soll laut Staatsanwaltschaft beim Coup im Dezember 2009 einen der beteiligten Wagen gefahren und die Beute in Sicherheit gebracht haben. Sechs bereits zu Haftstrafen verurteilte Männer, darunter auch der bekannte Rapper Xatar, sind schon seit längerem aus den Gefängnissen entlassen worden.

1,7 Millionen Euro erbeutet

Die Bande hatte den Überfall damals filmreif inszeniert. Als Polizisten der Steuerfahndung verkleidet, hatte sie den Transporter aus Nürnberg von der Autobahn 81 bei Ludwigsburg gelotst und geradewegs in die Falle gelockt. Bei dem Raub erbeuteten die Männer nach Angaben der Staatsanwaltschaft 120 Kilo Schmuck und Zahngold im Wert von schätzungsweise rund 1,7 Millionen Euro. Von der Beute fehlt bis heute jede Spur.

Die sechs Männer wurden später zu Haftstrafen zwischen vier und neuneinhalb Jahren verurteilt. Der nun vor Gericht stehende Mann stand als mutmaßlicher siebter Komplize nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Anfang an ebenfalls im Verdacht. Allerdings hatte sich dieser damals nicht hinreichend erhärten lassen.

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft ist der Mann der einzige Tatverdächtige, gegen den im Zusammenhang mit dem Goldraub noch ermittelt wird.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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