Sie sind hier: Home > Regional > Bonn >

Nordrhein-Westfalen: Kostenlose Tests noch Theorie – Druck aus Kommunen

Kostenlose Tests noch Theorie  

OB Dörner macht Druck beim Land NRW

08.03.2021, 14:23 Uhr | dpa

Nordrhein-Westfalen: Kostenlose Tests noch Theorie – Druck aus Kommunen. Katja Dörner (Bündnis90/Die Grünen) spricht im Plenum in Bundestag (Archivbild): In NRW gibt es bisher nur theoretisch die Möglichkeit, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. (Quelle: dpa/Michael Kappeler)

Katja Dörner (Bündnis90/Die Grünen) spricht im Plenum in Bundestag (Archivbild): In NRW gibt es bisher nur theoretisch die Möglichkeit, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

In Bonn und ganz Nordrhein-Westfalen kann man sich nun theoretisch kostenlos auf das Coronavirus testen lassen – tatsächlich scheitert es aber noch an der Umsetzung. Die Kommunen sind verärgert.

Seit Montag greifen auch in Nordrhein-Westfalen Lockerungen im Corona-Lockdown. Die Möglichkeit, sich auf Kosten des Bundes etwa für einen Besuch bei der Kosmetikerin frei zu testen, blieb aber vorerst theoretisch. Da die Testverordnung des Bundes noch nicht vorlag, gab es zum Start in die kleinen neuen Bewegungsspielräume zumindest am Montagmorgen noch keine klaren Ansagen für die Bürger. Allerdings wurde noch für den Montag eine Information des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums erwartet.

Unterdessen wächst der Druck aus den Kommunen. "Wir sind in den Startlöchern", sagte Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne) im "Morgenecho" von WDR 5. Wie schon des Öfteren zuvor, fehlten aber von Bund und Land Antworten auf große Fragen wie auch Detailregelungen, kritisierte die Grüne. So sei etwa unklar, ob positiv getestete Personen umgehend den genaueren PCR machen und sich in Quarantäne begeben müssten. Aus der Klausur des NRW-Kabinetts am vergangenen Samstag sei nichts zu erfahren gewesen, stellte Dörner fest. Beim Corona-Krisenmanagement gebe es "definitiv noch Luft nach oben".

Kostenübernahme in Beschluss festgelegt

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte nach der Klausur am Wochenende lediglich mitgeteilt, NRW habe sich entschieden die Tests "über das Regelsystem" abzuwickeln, also über Ärzte, Apotheker und Impfzentren in kommunaler und privater Trägerschaft. Sobald die Testverordnung des Bundes stehe, seien die Gesundheitsämter auf Kreisebene in der Verpflichtung, die Anlaufstellen konkret zu benennen, hatte Laumann der "Aktuellen Stunde" (AKS) des WDR-Fernsehens gesagt.

Im jüngsten Bund-Länderbeschluss zur Corona-Krise ist festgelegt, dass der Bund ab dem 8. März die Kosten übernimmt für einen kostenlosen Schnelltest pro Bürger und Woche "in einem von dem jeweiligen Land oder der jeweiligen Kommune betriebenen Testzentrum, bei von dem jeweiligen Land oder der jeweiligen Kommune beauftragten Dritten oder bei niedergelassenen Ärzten".

Diese Infrastruktur steht vielerorts weder räumlich noch personell in ausreichendem Maße zur Verfügung. Laut Laumann muss dies aber "in jedem Dorf und in jedem Stadtteil" angeboten werden. Fest stehe bereits, dass die Anbieter mit jeweils sechs Euro für das Material plus zwölf Euro für das Testen entlohnt würden, hatte er der AKS gesagt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: