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Wissenschaftler denken über Gewächshaus für das All nach

Bremen  

Wissenschaftler denken über Gewächshaus für das All nach

23.08.2019, 02:01 Uhr | dpa

Wissenschaftler denken über Gewächshaus für das All nach. Paul Zabel vor Bildschirmen mit Aufnahmen aus dem Gewächshaus

Paul Zabel steht vor Bildschirmen mit Aufnahmen aus dem Gewächshaus in der Antarktis. Foto: Carmen Jaspersen/Archivbild (Quelle: dpa)

Ein Gewächshaus fürs All schwebt dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vor, um Astronauten auf dem Mond oder Mars ernähren zu können. Ein entsprechendes Konzept wollen Fachleute am Freitag (13.30 Uhr) in Bremen vorlegen. Grundlage dafür ist ein Langzeitexperiment in der Antarktis. Ein Jahr lang testete DLR-Forscher Paul Zabel in einem speziell entwickelten Gewächshaus nahe der Polarforschungsstation Neumayer III, wie Salat, Gurken und Tomaten unter Extrembedingungen wachsen.

Bei Außentemperaturen von bis zu minus 45 Grad gelang es ihm, über 270 Kilogramm Gemüse zu ernten, darunter 67 Kilogramm Gurken und 46 Kilogramm Tomaten. Die Pflanzen wuchsen auf einer Anbaufläche von 13 Quadratmetern ohne Erde, Tageslicht und Pestizide in einem geschlossenen Kreislauf. Von dem frischen Gemüse und den Kräutern profitierte das zehnköpfige Überwinterungsteam in der Neumayer-III-Station des Bremerhaveners Alfred-Wegener-Instituts (AWI).

Zabel dokumentierte die Pflanzenzucht und brachte 300 Proben mit nach Deutschland. Die Daten und Proben wurden technisch, botanisch und mikrobiologisch analysiert. So wurde etwa untersucht, warum die Paprika- und Erdbeerpflanzen unter den Bedingungen nicht so gediehen wie ursprünglich erhofft. Auch wurde geprüft, wie sich das Gemüseangebot auf die Stimmung der überwinternden Menschen auswirkte.

In den kommenden zwei Jahren wollen DLR, AWI und weitere Forschungspartner die Produktionsprozesse im Gewächshaus weiter verbessern. Möglichen zukünftigen Raumstationen auf Mond oder Mars wollen die Forscher so ein optimiertes Gewächshauskonzept anbieten können.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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