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Leere Straßen, weniger Verkehrsunfälle, aber einige Raser

Hannover  

Leere Straßen, weniger Verkehrsunfälle, aber einige Raser

25.03.2020, 06:44 Uhr | dpa

Leere Straßen, weniger Verkehrsunfälle, aber einige Raser. Polizei mit Unfall-Signal

Ein Polizeifahrzeug an einer Unfallstelle. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die wegen der Corona-Pandemie ruhige Verkehrslage hat nach Einschätzung der Polizei im Norden fast überall die Zahl schwerer Unfälle sinken lassen. "Es ist auffällig ruhig, das wirkt sich natürlich auch auf das Unfallgeschehen aus", sagte Anna-Christin Blauert von der Polizeidirektion Lüneburg. Die Behörde ist für den ganzen Nordosten Niedersachsens zuständig. "Gefühlt gibt es weniger Verkehrsunfälle in unserem Bereich, genaue Zahlen gibt es aber nicht."

"Es sind weniger Leute auf den Straßen, wir hatten in den vergangenen 24 Stunden keinen Toten zu beklagen", hieß es am Dienstag bei der Polizeidirektion Oldenburg. "Die Unfälle sind generell weniger geworden." Auch Staus gebe es dementsprechend kaum. Das Lagezentrum der Polizeidirektion Braunschweig sah es ähnlich. "Auch bei uns ist es deutlich ruhiger als sonst", sagte eine Sprecherin.

In Hannover sorgen die leeren Straßen allerdings dafür, dass einige Autofahrer besonders viel Gas geben. So blitzte die Polizei am Mittwoch einen Tesla mit Tempo 84 in der Südstadt, wo nur Tempo 50 erlaubt ist. Am Dienstag sei ein 28-Jähriger in der City sogar mit 124 Stundenkilometern am Steuer eines Mercedes erwischt worden, teilten die Beamten mit. Bereits am Samstag raste ein 35-Jähriger auf der Autobahn 7 Richtung Hamburg mit Tempo 225 bei erlaubten 100 Stundenkilometern. Zusätzlich habe der Mann mit seinem Handy telefoniert, berichtete die Polizei.

Polizeivizepräsident Jörg Müller sagte: "Überhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang." Geschwindigkeitsverstöße seien daher kein Kavaliersdelikt. Die Höhe der Geschwindigkeit entscheide über die Schwere der Verletzungen. Auf der Autobahn 7 waren am Dienstag zudem zwei Lastwagen wegen eines Staus kollidiert. Der Güterverkehr fließe anders als der Individualverkehr ungefähr in gewohntem Maße, sagte ein Polizeisprecher.

Dagegen hieß es aus der Leitstelle der Polizei in Göttingen: "Uns ist kein größerer Unfall aus den vergangenen Tagen bekannt." Im Bereich der Polizeidirektion Osnabrück ist es derzeit ebenfalls ruhig. "Wir haben noch keine belastbaren Zahlen, aber unser Eindruck ist, dass es derzeit ruhiger auf den Straßen ist", hieß es bei der Polizeidirektion Bremen.

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