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"Viel Spaß mit Farben": Die Bremer Kunsthalle wird bunt

Bremen  

"Viel Spaß mit Farben": Die Bremer Kunsthalle wird bunt

05.06.2020, 13:39 Uhr | dpa

Die Kunsthalle Bremen präsentiert nach fast einem Jahr Pause ab Samstag wieder ihre eigene, grundlegend neu arrangierte Sammlung. Die neue Dauerausstellung "Remix 2020. Die Sammlung neu sehen" zeige deutlich mehr Kunstwerke als ihre Vorgängerin, sagte Direktor Christoph Grunenberg am Freitag. Etwa 500 Werke aus sieben Jahrhunderten seien zu sehen, wobei die Nachkriegsepoche und zeitgenössische Werke mehr Raum als früher bekommen.

Nun sind also van Gogh, Manet, Monet, Picasso, Beckmann, Paula Modersohn-Becker und die Worpsweder Maler zurück in ihrer Kunsthalle. Im vergangenen Sommer hatte das Museum alles ausgeräumt. Ein Teil der Bremer Sammlung wurde im Guggenheim-Museum in Bilbao in Spanien gezeigt. In Bremen gab es die erfolgreiche Sonderausstellung "Ikonen. Was wir Menschen anbeten" mit einem besonderen Konzept: in jedem Saal prangte nur ein einzelnes wichtiges Kunstwerk.

Die erste Überholung der Dauerausstellung seit zehn Jahren macht die Kunsthalle bunt. Schon die Eingangshalle hat sich mit einer Wanddekoration von Sarah Morris in einen botanischen Garten verwandelt. Man habe "viel Spaß mit Farben" gehabt, sagte Grunenberg. Die Ausstellungssäle sind in kräftigen Farbtönen rot, grün, gelb, blau gestrichen - ungewöhnlich für ein Museum.

Die neue Schau zieht verstärkt kunstgeschichtliche Querverbindungen, etwa zwischen französischen und deutschen Impressionisten. Neu sind Räume zu Themen wie Natur, Krieg oder Globalisierung, in denen klassische und zeitgenössische Werke einander begegnen.

So zeigt der Raum zur Globalisierung niederländische Marinemalerei aus dem 17. Jahrhundert. Stillleben derselben Epoche deuten an, was die Schiffe aus fernen Ländern mitbrachten: Porzellan, exotische Muscheln oder Papageien. Kombiniert werden die alten Meister mit der modernen Skulptur eines Schatzschiffes von Hew Locke.

Auch die Geschichte der Handelsstadt Bremen, der Kunsthalle und ihrer Förderer werden zum Thema. Blickfang dieses Raums ist eine Doppelskulptur der Bremer Stadtmusikanten von Maurizio Cattelan. Die Kunsthalle zählt zu den wichtigsten Kunstmuseen in Deutschland. Sie wird nicht staatlich, sondern privat von einem Trägerverein getragen.

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