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Jena verlangt Werder alles ab - Kunert fordert mehr Fitness

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Jena verlangt Werder alles ab - Kunert fordert mehr Fitness

13.09.2020, 08:41 Uhr | dpa

Jena verlangt Werder alles ab - Kunert fordert mehr Fitness. Werder Bremens Tahith Chong trifft zum 2:0

Werder Bremens Tahith Chong trifft zum 2:0. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Die Pokalsensation wie vor fünf Jahren gegen den Hamburger SV blieb gegen Werder Bremen aus. Dennoch brachte der FC Carl Zeiss Jena den favorisierten Fußball-Bundesligisten mehrmals ins Wanken. "Man muss sagen, dass Jena uns einen absoluten Kampf geboten hat. Wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl, dass wir locker lassen können", bilanzierte Werder-Cheftrainer Florian Kohfeldt nach dem mühsamen 2:0 (0:0)-Erfolg seines Teams am Samstag in den Kernbergen.

Der engagiert und mutig auftretende Drittliga-Absteiger verlangte dem Fastabsteiger aus dem Oberhaus alles ab. "Ich finde, dass wir im Bereich des Möglichen Paroli geboten haben. Ich hätte mir etwas mehr Fußball gewünscht, aber gegen einen Bundesligisten ist das nicht so einfach", sagte Jenas neuer Coach Dirk Kunert. Zur Halbzeit machte er sein Team beim Stand von 0:0 noch einmal heiß, ehe Joshua Sargent (49. Minute) die Gäste von der Weser nach dem Wechsel in Führung köpfte. Der eingewechselte Tahith Chong (87.) erhöhte vor zugelassenen 1600 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld für Bremen.

"Nach dem Wechsel war es schade, dass wir gleich das Ding kriegen. Und danach hatte Werder mehr Souveränität. Wir hatten beim Stand von 0:1 eine Riesenchance, auch in der Nachspielzeit nochmals", kritisierte Kunert die mangelnde Chancenverwertung. Dennoch blieb er realistisch: "Wir haben etwas geschnuppert, aber mehr am Ende eben auch nicht."

Auf die Mannschaftsleistung der stark verjüngten Mannschaft könne er aufbauen. Sein Team müsse aber noch "etwas griffiger, etwas fitter werden", da der Fitnesszustand beim neu zusammengestellten Team Unterschiede offenbarte.

Diese erkannte man in Halbzeit eins kaum. Die Thüringer starteten hellwach, versuchten den Spielaufbau der Gäste mit hohem Pressing zu stören. Allerdings patzten die Jenaer immer wieder beim eigenen Herausspielen. Das nutzte Werder mit schnellem Kombinationsspiel, oft aber zu ungenau. Der dreimalige DDR-Meister glaubte spürbar an seine Chance. Immerhin hat Jena eine große Pokalvergangenheit: 1981 stand der Club im Europapokal der Pokalsieger im Endspiel gegen Dinamo Tiflis (1:2).

Das Spiel hätte einen anderen Verlauf nehmen können, wenn es unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff Elfmeter für Carl Zeiss gegeben hätte, nachdem Gebre Selassie Dominik Boch zu Fall brachte. Doch mit den Einwechslungen von Davy Klaassen und Chong kam bei Werder neuer Schwung auf. Der Sieg am Ende fiel verdient aus.

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