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Mobile Impfteams starten in Regionen mit vielen Infektionen

Bad Rothenfelde  

Mobile Impfteams starten in Regionen mit vielen Infektionen

28.12.2020, 14:03 Uhr | dpa

Mobile Impfteams starten in Regionen mit vielen Infektionen. Coronavirus-Impfstoff

Ein medizinischer Mitarbeiter zieht den Impfstoff aus einem Fläschchen in eine Spritze auf. Foto: Tobias Hase/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem Start der ersten Impfungen gegen Covid-19 in den Kreisen Osnabrück und Cloppenburg sollen in den kommenden Tagen weitere Regionen in Niedersachsen folgen. Die Grafschaft Bentheim solle im Laufe des Montags 1000 Impfdosen erhalten und am Folgetag können die Impfungen starten, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Der Landkreis Nienburg und die Stadt Osnabrück hätten signalisiert, dass sie am Mittwoch beginnen können - sie sollen einen Tag vorher mit rund 1000 Dosen beliefert werden. Nach Angaben des Landkreises Grafschaft Bentheim sollen am Dienstagvormittag zwei mobile Impfteams Bewohner und Personal einer Alteneinrichtung in Nordhorn impfen. Wie ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Hannover sagte, soll vermutlich am Mittwoch die Impfkampagne in der Region Hannover in zwei Heimen beginnen.

Niedersachsen konzentriert dem Ministerium zufolge zu Beginn der Kampagne alle Ressourcen auf den Einsatz von mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeheimen. Die 50 Impfzentren sollen erst im Laufe des Januars ihren Betrieb aufnehmen. "Aus diesem Grund ist es für Bürgerinnen und Bürger zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht möglich, einen Impftermin über die Impfhotline des Landes zu vereinbaren", betonte ein Sprecher.

Nach einer ersten Lieferung von 10 000 Impfdosen für Niedersachsen sollte im Laufe des Montags eine weitere mit rund 53 000 Impfdosen ankommen. "Damit sind wir ab Dienstag in der Lage, jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt mit dem Impfstoff zu beliefern, der uns signalisiert, dass vor Ort alles für die Impfung in den besonders gefährdeten Einrichtungen bereit ist", wurde der Leiter des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz, in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums zitiert. Bis zum Jahresende sollen insgesamt rund 127 000 Impfdosen bereit stehen.

Die Diakonie Niedersachsen betonte, dass es bis zum flächendeckenden Schutz für Altenheime noch dauern werde. "Weiterhin brauchen wir viel Geduld und solidarische Disziplin, um unsere Bewohner und Bewohnerinnen zu schützen. Abstandhalten, Masken und Schnelltests sind noch bis auf Weiteres das Gebot der Stunde", erklärte Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke. Die Diakonie hofft, dass sich Menschen, die derzeit durch den Lockdown nur eingeschränkt oder gar nicht arbeiten können, bei den Jobagenturen melden und sich in ein örtliches Pflegeheim vermitteln lassen. Die Pflegekräfte bräuchten Entlastung.

In Bremen starteten indes am Montag die ersten Impfungen gegen Covid-19 auch im Impfzentrum. Nachdem am Sonntag die ersten in Pflegeeinrichtungen vorgenommen worden waren, werden seit Montag in der Messehalle 7 vorrangig Beschäftigte aus Pflegeeinrichtungen geimpft. Die Einladung erfolgt nach Angaben des Gesundheitsressorts über die Einrichtungen - eine Impfung ohne diese Einladung ist nicht möglich. Eine Ausweitung und der Regelbetrieb im Impfzentrum werde erst möglich sein, wenn mehr Impfstoff zur Verfügung stehe.

Die ersten Niedersachsen wurden am Sonntag in den Landkreisen Cloppenburg und Osnabrück, in denen es besonders viele Infektionen gegeben hatte, geimpft. Beide Landkreise hatten jeweils 1000 Dosen erhalten. Am ersten Tag wurden in den beiden Kreisen insgesamt 334 Menschen geimpft.

Nur die Hälfte des Impfstoffs kommt sofort zum Einsatz. Die andere Hälfte wird bei extrem niedrigen Temperaturen aufbewahrt, damit die benötigte zweite Impfung nach drei Wochen garantiert werden kann. Für die Lieferungen nach Niedersachsen gibt es laut Ministeriumssprecher zwei Verteilzentren des Logistikpartners der Landesregierung - eines in den Niederlanden und eines in Hessen.

Die Grafschaft Bentheim hatte am Montag im Land den höchsten Wert an Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - 160,4. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums betonte, dass die Werte wegen weniger Corona-Tests über die Feiertage und den Jahreswechsel derzeit nicht wirklich aussagekräftig seien. Erst Mitte der nächsten Woche ließen sich voraussichtlich wieder vernünftige Schlüsse aus den Daten ziehen.

336 bestätigte Neuinfektionen waren in Niedersachsen am Montag gemeldet worden. Seit Ausbruch der Pandemie seien 103 425 Menschen nachweislich infiziert worden. Die Zahl der Toten stieg auf 1804.

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