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Bremen/Hannover: Frühling und Corona dämpfen Bereitschaft zum Blutspenden

Versorgungslücke absehbar  

Frühling und Corona dämpfen Bereitschaft zum Blutspenden

08.05.2021, 12:59 Uhr | dpa

Bremen/Hannover: Frühling und Corona dämpfen Bereitschaft zum Blutspenden. Eine Mitarbeiterin vom Blutspendedienst NSTOB des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) fixiert die Nadel (Archivbild): Zur Zeit wird weniger Blut gespendet. (Quelle: dpa/Hauke-Christian Dittrich)

Eine Mitarbeiterin vom Blutspendedienst NSTOB des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) fixiert die Nadel (Archivbild): Zur Zeit wird weniger Blut gespendet. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

In Bremen und Niedersachsen gehen die Blutkonserven langsam zur Neige. Das hat mit saisonalen Schwankungen und der Corona-Krise zu tun.

Die Blutkonserven für Krankenhauspatienten in Niedersachsen und Bremen könnten wegen zurückgehender Spenden nach DRK-Angaben in einigen Wochen knapp werden. "Aktuell können zwar die Bedarfe aus den Lagerbeständen versorgt werden", sagte der Sprecher des regionalen Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes, Markus Baulke, in Springe. "Aber derzeit zeigt sich eine Versorgungslücke für Ende Mai und Juni."

Die Spendenbereitschaft gehe seit Mitte April zurück, sagte Baulke. Er führte dies zum einen auf das Frühjahr zurück. "Der Mai ist der schwierigste Monat." Es gebe viele Feiertage, die potenziellen Spender seien "lieber draußen als bei Spendeterminen". Zum anderen seien die Spender verunsichert durch die Entwicklung der Corona-Pandemie mit neuen Auflagen und Ausgangsbeschränkungen. Bei den meisten sei die Botschaft angekommen: Bleibt bitte zuhause!

Nachfrage nach Blutkonserven blieb konstant

Der derzeitige Vorrat in der Region liege bei 8.000 bis 9.000 Blutkonserven. Dabei seien 10.000 Konserven notwendig, um alle Blutgruppen ausreichend abzudecken, sagte Baulke. In der zweiten und dritten Welle der Corona-Epidemie im Winter und im Frühjahr hatten viele Krankenhäuser Operationen verschoben.

Gegen die Erwartungen sei die Nachfrage nach Blut aber nicht gesunken, sondern konstant geblieben, sagte Baulke. In Springe in der Region Hannover ist das Zentralinstitut des Blutspendedienstes für die DRK-Landesverbände Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen.

Im vergangenen Jahr wurde in Niedersachsen und Bremen 492.210 Mal Blut gespendet, das war nur etwas weniger als im Vor-Coronajahr 2019 mit 502.385 Spenden. Wegen verschärfter Hygiene- und Abstandsregeln in der Pandemie gab es nur 5.289 Spendetermine (2019: 5.925). Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung sei aber überwältigend gewesen, sagte Baulke. Durchschnittlich kamen 93 Spender je Termin nach 85 Spendern im Jahr 2019.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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