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30% der Kinder in Dortmund leben in Armut: Corona könnte Situation verschlimmern

Corona ist neues Risiko  

Kinderarmut ist in Dortmund ein großes Problem

22.07.2020, 13:21 Uhr | dpa

30% der Kinder in Dortmund leben in Armut: Corona könnte Situation verschlimmern. Kinder spielen auf einem Spielplatz (Symbolbild): In Deutschland ist Kinderarmut ein zunehmendes Problem. (Quelle: imago images/Scanpix)

Kinder spielen auf einem Spielplatz (Symbolbild): In Deutschland ist Kinderarmut ein zunehmendes Problem. (Quelle: Scanpix/imago images)

Benachteiligt, beschämt, belastet. Kinderarmut bleibt einer Analyse zufolge mit dramatisch hohen Zahlen eine "unbearbeitete Großbaustelle" und könnte sich durch Corona noch weiter verschärfen – auch in Dortmund.

Rund 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in Armut auf – 21,3 Prozent aller unter 18-Jährigen, wie die Bertelsmann Stiftung am Mittwoch berichtete. "Seit Jahren ist der Kampf gegen Kinderarmut eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland." Dennoch gebe es seit 2014 im bundesweiten Durchschnitt wenig Verbesserungen. Die Corona-Krise könnte die Situation nun noch verschlimmern.

Die Untersuchung legt eine kombinierte Armutsmessung zugrunde. Es werde die relative Einkommensarmut berücksichtigt – also Kinder aus Familien, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte beträgt. Und auch Heranwachsende im Grundsicherungsbezug sind einbezogen, deren Familien Hartz IV erhalten.

Um diese darzustellen, eignet sich laut Stiftung die kombinierte Armutsbetrachtung allerdings nicht, für regionale Vergleiche schaue man alleine auf den Grundsicherungsbezug: Danach lebten 2019 bundesweit 13,8 Prozent der Kinder in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften. Allein in Dortmund leben 30 Prozent der Kinder in diesen Bedarfsgemeinschaften.

Durch Corona sei mit einem deutlichen Armutsanstieg zu rechnen. "Hinweise sind Rückgänge bei Minijobs, Teilzeitjobs, irregulärer Beschäftigung, die gerade Eltern benachteiligter Kinder häufig ausüben, vielfach alleinerziehende Mütter", erklärt Menne. Sie seien unter den Ersten, die ihre Arbeit verlieren, die wenig oder kein Kurzarbeitergeld erhalten. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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