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Dortmund: OB Thomas Westphal kritisiert Land nach Absage der Schulschließungen

Nach Absage der Schulschließungen  

Dortmunder OB Thomas Westphal kritisiert Land

17.03.2021, 10:55 Uhr | dpa

Dortmund: OB Thomas Westphal kritisiert Land nach Absage der Schulschließungen. Thomas Westphal (Archivbild): Er kritisiert die Entscheidung des Landes, die Schulen weiter zu öffnen. (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)

Thomas Westphal (Archivbild): Er kritisiert die Entscheidung des Landes, die Schulen weiter zu öffnen. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

Nachdem das Land Nordrhein-Westfalen die von der Stadt angepeilten Schulschließungen in Dortmund abgeblockt hat, kritisiert OB Thomas Westphal die Entscheidung. Er bezeichnet sie als "nicht nachvollziehbar".

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal hat das Festhalten des Landes an der Rückkehr aller Jahrgänge an die Schulen als zu riskant kritisiert. Die Ausgabe des Astrazeneca-Impfstoffs zu stoppen und gleichzeitig die Schulen zu öffnen, sei "nicht nachvollziehbar", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im WDR-Morgenecho.

Die ansteckendere B.1.1.7-Variante des Coronavirus habe das Ruder im Infektionsgeschehen übernommen. "Wir sehen jetzt: Kinder sind das größte Ansteckungsrisiko", sagte Westphal. Deshalb habe die Stadt Dortmund beim Land beantragt, ihre Schulen alle sofort schließen zu dürfen. Das war am Dienstag abgelehnt worden.

OB befürchtet steigende Infektionszahlen

Der OB betonte, die Stadt habe Gesundheitsminister Karl-Josef Laumman (CDU) in seiner "präventiven Funktion" angesprochen. Dass nun für ohnehin nur wenige Tage vor der Osterferien alle Schüler im Wechselmodus tageweise in die Klassenräume zurückkehrten, sei "gemessen am Risiko nicht vertretbar". Wenn Laumann mit Inzidenzen argumentiere, "dann argumentiert er rückwärts".

Laumann hatte zuvor im WDR betont: Der Grundsatz laute, dass Unterricht in den Klassenräumen in Präsenz stattfinden solle, soweit das vertretbar sei. Bei einer Inzidenz von über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen werde eine Verschärfung der Maßnahmen geprüft. Dortmund habe am Dienstag bei einem Wert von 72 gelegen und zudem kein "Gesamtkonzept" vorgelegt. Westphal sagte, bei den wieder stetig steigenden Infektionszahlen drohten in NRW ohne Schulschließungen nach den Osterferien dramatische Zahlen.

Derweil warf die Landeselternschaft der NRW-Regierung Planlosigkeit bei der Schulpolitik in der Pandemie vor. Die seit Montag geltende Ausweitung des Präsenzunterrichts bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende Dieter Cohnen als "Ritt auf der Rasierklinge".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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