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TU Dortmund: Unterschiede beim Homeschooling laut Umfrage enorm

Elternumfrage der TU Dortmund  

Unterschiede beim Homeschooling enorm

13.04.2021, 13:48 Uhr | dpa

TU Dortmund: Unterschiede beim Homeschooling laut Umfrage enorm. Ein Junge nutzt zusammen einen Laptop für den Heimunterricht (Archivbild): Die TU Dortmund hat eine Studie zum Lernen von Zuhause durchgeführt. (Quelle: dpa/Nicholas Armer)

Ein Junge nutzt zusammen einen Laptop für den Heimunterricht (Archivbild): Die TU Dortmund hat eine Studie zum Lernen von Zuhause durchgeführt. (Quelle: Nicholas Armer/dpa)

Die Schulen mussten deutschlandweit digital verbessert werden, denn auch ein Jahr nach Pandemie-Beginn müssen viele Schüler von zu Hause lernen. Dazu hat die TU Dortmund eine Umfrage durchgeführt.

Beim Distanzunterricht sind die Unterschiede zwischen den Schulen einer Eltern-Befragung zufolge erheblich. Die Homeschooling-Situation habe sich im zweiten Lockdown der Schulen in Deutschland im Vergleich zum ersten insgesamt verbessert – etwa bei Anschaffung digitaler Endgeräte und Lernplattformen, bilanzierte eine am Dienstag vorgestellte Studie von Professorinnen der TU Dortmund und Uni Marburg. Zwischen dem 3. Februar und 26. März 2021 waren dafür bundesweit rund 3.480 Eltern zur Qualität des Distanzunterrichts befragt worden.

Es seien große Unterschiede zwischen Grund- und weiterführenden Schulen, aber auch in Einrichtungen der gleichen Schulform deutlich geworden. Während es mancherorts weiter keinen Unterricht per Video gebe, werde an anderen Schulen über Lernplattformen umfänglich online nach Stundenplan unterrichtet, schilderte die Dortmunder Forscherin Ricarda Steinmayr.

Mehr Austausch und Feedback erwünscht

Zum Zeitpunkt der Befragung lernten die Kinder im Mittel seit sieben Wochen daheim. Häufig seien Kinder durch die Schließungen belastet, weil soziale Kontakte und Freizeitaktivitäten fehlen. Das gelte vor allem bei Grundschülern und jüngeren Kindern der weiterführenden Schulen. Es sei zu befürchten, dass Leistungsunterschiede zwischen den Schülern weiter zunehmen.

Lediglich 30 Prozent der befragten Eltern berichteten, dass ihre Kinder mindestens zweimal pro Woche in Deutsch und Mathematik Unterricht erhielten. Viele wünschten sich auch mehr Feedback und Austausch mit den Lehrkräften. Die Umfrage gilt nicht als repräsentativ, weil drei Viertel der Eltern über ein (Fach-)Abitur verfügten – und die Stichprobe damit ein weit höheres Bildungsniveau spiegele als in der durchschnittlichen Bevölkerung gegeben sei.

Guter Distanzunterricht wirke sich positiv auf Motivation und Lernfortschritt der Schüler aus. Es sei aber nicht gelungen, bei der Quantität zu vergleichbaren Angeboten zu kommen. Die Wissenschaftlerin riet dazu, "alle Möglichkeiten für den Präsenzunterricht während der Pandemie auszuschöpfen und Distanzunterricht lediglich als Ultima Ratio zu betrachten." In NRW wird seit Montag wieder im Homeschooling-Modus gelernt, nur für die Abschlussklassen erfolgt Präsenzunterricht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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