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Warnstreiks bei der Länderbahn in Oberpfalz und Niederbayern

Dresden  

Warnstreiks bei der Länderbahn in Oberpfalz und Niederbayern

05.03.2021, 05:17 Uhr | dpa

Warnstreiks bei der Länderbahn in Oberpfalz und Niederbayern. EVG-Logo

Das Logo der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) an einer Scheibe der Geschäftsstelle zu sehen. Foto: Raphael Knipping/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Beschäftigte der Länderbahn haben im Osten Bayerns nach dem Aufruf der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG mit Warnstreiks begonnen. Nach Angaben des Unternehmens fielen in den Netzen der Waldbahn und dem Chamer Netz der Oberpfalzbahn "fast alle Züge" aus. Zwar habe man versucht, einen Ersatzverkehr mit Bussen zu organisieren, sagte ein Sprecher. Da die Warnstreiks das Unternehmen aber unvorbereitet "erwischt" hätten, sei dies nur teilweise gelungen. Andere Netze des Unternehmens waren demnach nicht betroffen.

Mit der Aktion solle der Druck auf den Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen verstärkt werden, sagte Harald Hammer von der EVG Geschäftsstelle Regensburg. Seit Dezember 2020 habe es drei Verhandlungsrunden gegeben. Das bisherige Angebot des Arbeitgebers sei aber weiter inakzeptabel.

Die ersten Beschäftigten hätten ab etwa 3.30 Uhr in Viechtach (Landkreis Regen) ihre Arbeit niedergelegt, sagte Hammer. Wenig später sollten weitere Standorte folgen. Insgesamt beteiligen sich demnach 30 bis 40 Beschäftigte.

Der Warnstreik soll nach Gewerkschaftsangaben etwa bis 10.00 Uhr dauern, auch Beschäftigte der Werkstatt in Neumark wollten sich beteiligen. Weitere Warnstreiks sind derzeit nicht geplant. Er möchte zwar nicht ausschließen, dass noch weitere folgen könnten, sagte Hammer. "Aber jetzt hoffen wir erstmal, dass der Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückkehrt."

Die Länderbahn kritisierte den Warnstreik. "Wir haben dafür kein Verständnis, da wir mitten in den Tarifverhandlungen mit der EVG sind", sagte Geschäftsführer Wolfgang Pollety. "Diese sind zwar unterbrochen, aber wir haben erst vorgestern weitere Verhandlungsbereitschaft signalisiert." Tarifkonflikte "auf dem Rücken der Fahrgäste auszutragen kann nicht das Mittel der Wahl sein".

Die Gewerkschaft verlangt für die Beschäftigten unter anderem 7,6 Prozent mehr Geld, Zeitguthabenkonten mit flexibler Zeitentnahme während des gesamten Berufslebens und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung. Die Länderbahn spricht von einem "überhöhten Forderungskatalog".

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