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Eine Pleite zu viel: Kauczinski muss als Trainer gehen

Dresden  

Eine Pleite zu viel: Kauczinski muss als Trainer gehen

25.04.2021, 09:53 Uhr | dpa

Eine Pleite zu viel: Kauczinski muss als Trainer gehen. Dynamo Dresdens ehemaliger Trainer Markus Kauczinski

Markus Kauczinski enttäuscht nach der 0:3 Niederlage. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Vier Spiele ohne Sieg und eigenes Tor: Dynamo Dresden fürchtet um den geplanten Zweitliga-Aufstieg und hat Cheftrainer Markus Kauczinski beurlaubt. Das gab der Fußball-Drittligist am Sonntag bekannt. "Diese Entscheidung ist uns wirklich nicht leicht gefallen, aber wir wollten in der wichtigsten Phase der Saison noch mal einen neuen Impuls setzen, um unser Ziel zu erreichen", erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker in einer Vereinsmitteilung.

Am Samstag hatte Dynamo gegen den Halleschen FC mit 0:3 verloren. Die neunte Saisonniederlage war zugleich die dritte in den vergangenen vier Partien, in denen die Elbestädter keinen eigenen Treffer erzielten. Seit 438 Minuten wartet Dynamo auf einen Torerfolg. Trotz des Ausfalls von elf Spielern wegen Verletzungen, Erkrankungen oder Sperren war die angebotene Leistung eines Aufstiegsaspiranten unwürdig - und vor allem im Spiel nach vorn desolat. "Die Entwicklung zuletzt war nicht gut. Nach dem schwachen Auftritt in Unterhaching wollten wir das Heimspiel gegen Halle unbedingt gewinnen. Das war das Ziel von uns allen - gerade nach den letzten Partien. Leider haben wir das Spiel jedoch deutlich verloren", analysierte Becker.

Der Zweitliga-Absteiger stand in dieser Saison 22 Spieltage lang auf einem Aufstiegsplatz, 17 davon sogar ganz oben. Doch infolge der Sieglosserie der vergangenen Wochen und der Pleite gegen den HFC rutschten die Sachsen auf Rang vier der Tabelle ab. Die schnelle Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus, die inzwischen auch als Saisonziel ausgegeben wurde, scheint massiv gefährdet. Die Beurlaubung von Kauczinski ist daher die logische Konsequenz.

Der 51-Jährige übernahm im Dezember 2019 das Traineramt beim damaligen Zweitligisten, verpasste aber vor allem wegen einer 14-tägigen Quarantäne und dem daraus resultierenden harten Nachholprogramm den Klassenverbleib. Die Dynamo-Führung schien trotz der bislang ordentlichen Drittliga-Saison nicht von Kauczinski überzeugt. Sein zum Saisonende auslaufender Vertrag wurde nicht vorzeitig verlängert, stattdessen gab es eine Hinhalte-Taktik. In Insider-Kreisen hieß es, die Trennung von Kauczinski wäre auch im Aufstiegsfall beschlossene Sache.

Wer Dynamo nun in den letzten sechs Spielen - am Mittwoch gegen Duisburg und am 1. Mai gegen Uerdingen stehen noch zwei Nachholespiele auf dem Programm - den neuen Impuls geben soll, steht noch nicht fest. Die Co-Trainer Heiko Scholz und Ferydoon Zandi, die am Sonntag das Training leiteten, dürften es nicht sein. "Wir müssen so schnell wie möglich wieder Spiele gewinnen. Dafür werden wir jetzt noch mal alle Kräfte mobilisieren", sagte Becker. Möglich, dass er einem ihm gut bekannten, derzeit vereinslosen Fußball-Lehrer die Wende zum Guten zutraut: Tim Walter. Mit dem 45-Jährigen arbeitete der Sportgeschäftsführer in seiner Zeit beim Zweitligisten Holstein Kiel zusammen. Zuletzt war Walter bis Weihnachten 2019 beim VfB Stuttgart beschäftigt.

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