Sie sind hier: Home > Regional >

Pfingsten: Die Sachsen zieht es in die Berge und Biergärten

Dresden  

Pfingsten: Die Sachsen zieht es in die Berge und Biergärten

24.05.2021, 16:08 Uhr | dpa

Pfingsten: Die Sachsen zieht es in die Berge und Biergärten. Gäste sitzen in den Außenbereichen von Restaurants und Cafés

Gäste sitzen in den Außenbereichen von Restaurants und Cafés. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Ob Wandern in der Sächsischen Schweiz, Gottesdienste unter freien Himmel oder Kuchen draußen im Café: Viele Sachsen hat es am Pfingstwochenende ins Freie gelockt. Mancherorts konnten sie dabei von den jüngsten Corona-Lockerungen profitieren. In der Dresdner Altstadt etwa waren die Plätze der Außengastronomie begehrt und Gäste ließen sich dort unter anderem Eis und Kuchen schmecken. Auch in Leipzig waren etliche Cafés und Restaurants bis in die Abendstunden draußen bevölkert. Regen Ausflugsverkehr gab es zudem in Richtung der Nachbarländer Tschechien und Polen.

"Viele Gäste waren total begeistert und haben sich über den Restaurantbesuch nach so langer Zeit riesig gefreut", sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Sachsen, Axel Klein, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. So haben die Pfingsttage vielen Gastwirten seit langem wieder regen Betrieb beschert - zumindest in Städten wie Dresden und Leipzig, wo die Außengastronomie öffnen durfte. Für die Gastwirte lohne sich die Öffnung aber nicht unbedingt wirtschaftlich, das Ganze sei eher ein emotionaler Schritt, erklärte Klein. "Viele leben und lieben ihren Job und sind froh, wieder Gastgeber sein zu können."

Auch in Chemnitz dürfen seit Montag Gaststätten wieder Gäste im Freien bewirten. Die Lockerungen seien möglich, da am Samstag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt den fünften Tag in Folge unter der Marke von 100 lag, teilte die Stadtverwaltung mit. Damit fiel am Montag auch die nächtliche Ausgangssperre weg und es durften wieder Ferienwohnungen und Campingplätze öffnen.

Auch im Landkreis Bautzen gab es am Montag solche Lockerungsschritte, im Landkreis Leipzig trat die sogenannte Bundes-Notbremse laut Landratsamt am Pfingstsonntag außer Kraft, so dass Außengastronomie und Kultureinrichtungen unter Auflagen öffnen durften.

Für das bei Ausflüglern und Touristen beliebte Erzgebirge liegen solche Erleichterungen wegen der hohen Inzidenz noch in weiter Ferne. Für etliche Gastwirte im Grenzgebiet sei das Wochenende hart gewesen, erklärte Klein. Während sie im Erzgebirge ihre Außenbereiche geschlossen halten mussten, habe es jenseits der Grenze in Tschechien regen Betrieb gegeben.

Offensichtlich nutzten viele Bewohner der Grenzregionen das verlängerte Wochenende für einen Ausflug zum Einkaufen oder Restaurantbesuch in den Nachbarländern. An den Grenzübergängen habe es verstärkten Reiseverkehr gegeben, informierte die Bundespolizeidirektion Pirna auf Anfrage.

Für die Restaurantbetreiber in Sachsen bleiben viele Unwägbarkeiten, wie Klein erläuterte. So hätten wegen des wechselhaften Wetters manche beschlossen, erst später zu öffnen. Und bei den Gaststätten, die geöffnet haben oder dies in den nächsten Tagen tun wollen, gebe es viele Reservierungen. Aus seiner Sicht sollte die Zersplitterung im Freistaat rasch beendet werden und eine einheitliche Öffnung fürs Gastgewerbe her. So ließe sich vermeiden, dass Menschen für den Restaurantbesuch extra aus anderen Regionen anreisen. Zudem forderte er, dass Gastwirte bei einer Inzidenz unter 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche ihre Innenräume öffnen dürfen. Nur so sei eine Öffnung für viele Betriebe überhaupt sinnvoll.

Unterdessen nutzten in der Dresdner Neustadt Hunderte Menschen nach einem Bericht von "TAG24" die Lockerungen am Wochenende für ausgelassene Feiern. Straßenbahnen hätten es am Samstagabend an der Ecke Rothenburger-/Louisenstraße schwer gehabt, durch die Menschenmenge zu kommen. Zu Verstößen gegen Corona-Regeln konnte die Polizeidirektion Dresden keine genaue Auskunft geben. Es seien aber Beamte vor Ort gewesen, hieß es auf Anfrage.

Sachsens Christen feierten am Sonntag und Montag ihre Pfingstgottesdienste wieder zunehmend in Präsenz - allerdings gibt es weiterhin Einschränkungen etwa bei Dauer und Abständen. Etliche Gemeinden luden auch deswegen zu Gottesdiensten unter freiem Himmel.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: