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Freibäder und Freizeitparks: Sachsen lockert Corona-Regeln

Dresden  

Freibäder und Freizeitparks: Sachsen lockert Corona-Regeln

26.05.2021, 14:05 Uhr | dpa

Freibäder und Freizeitparks: Sachsen lockert Corona-Regeln. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD)

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Sachsen plant schrittweise weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen. Ein Teil davon soll bereits mit der neuen Schutzverordnung ab kommenden Montag in Kraft treten, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Dresden sagte. Das betrifft je nach erreichter Inzidenz unter anderem Erleichterungen für den Sport in der Halle oder an der frischen Luft, für Kontaktbeschränkungen und die Testpflicht. Freibäder können ab Montag mit Hygienekonzept und Kontakterfassung öffnen. Gäste brauchen einen aktuellen Corona-Test. Gleiches gilt für Freizeitparks. Köpping warnte vor Sorglosigkeit. Man sollte nicht glauben, Corona sei vorbei.

Dennoch dürfte die neue Schutzverordnung für ein Aufatmen gerade bei Familien mit Kindern sorgen. Denn unterhalb einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche soll es wieder einen normalen Betrieb in Schulen und Kitas geben. Der Schwellenwert muss dafür im jeweiligen Landkreis oder in der kreisfreien Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten sein. Dann gilt Regelbetrieb ab dem übernächsten Tag. Regelbetrieb bedeutet Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler in allen Fächern und ohne Teilung der Klassen.

"Aufgrund des Bundesinfektionsschutzgesetzes bleibt die zweimalige Testpflicht pro Woche für Personen, die Gelände und Gebäude von Schulen und Kitas betreten, bestehen", teilte das Kultusministerium mit. Allerdings gelte die Testpflicht nicht mehr für Menschen, die Kinder bringen oder abholen. Die Begleitpersonen seien jedoch verpflichtet, eine FFP2-Maske oder medizinische Maske zu tragen.

Die neue Schutzverordnung gilt vom 31. Mai bis zum 13. Juni. Bei einer Inzidenz von unter 50 dürfen nicht mehr wie bisher nur maximal zehn Personen aus zwei Hausständen zusammenkommen, sondern zehn Personen aus ganz unterschiedlichen Hausständen. Kinder bis zum Alter von 14 Jahren sowie Geimpfte und Genesene zählen dabei nicht. Die Pflicht zum Tragen einer Maske bleibt wie bisher bestehen.

Der Einzelhandel darf bei einer Inzidenz unter 100 öffnen - die Kunden benötigen einen aktuellen Test. Für Baumärkte und Supermärkte gilt das nicht. Das Shoppen mit Termin, das sogenannte Click & Meet, fällt weg. Liegt die Inzidenz stabil unter 50, dürfen Cafés und Restaurants ihre Gäste auch wieder im Innenraum unter Auflagen bewirten.

Wenn sich das Infektionsgeschehen wie in den vergangenen Tagen entspannt, sind weitere Lockerungen ab 14. Juni geplant. Dann sollen unter anderem Messen, Kongresse und Konferenzen wieder möglich sein und Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich völlig wegfallen. Groß- und Sportveranstaltungen seien dann mit genehmigten Hygienekonzepten möglich, betonte Köpping. Kantinen und Mensen sollen wieder öffnen. Auch Gesang in der Kirche und Chorsingen sollen wieder erlaubt werden. Bei geringen Inzidenzen sollen Tests überflüssig sein.

Hotels und Pensionen dürfen von Mitte Juni an öffnen, wenn die Inzidenz unter 100 sinkt. Auch touristische Busreisen sollen dann wieder möglich sein. Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) begrüßte die Entscheidung, weil sie der Hotellerie und den Busunternehmen eine bessere Planungssicherheit im Vorfeld der Sommerferien biete. Kritik kommt hingegen von der FDP. Der Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst bemängelte, dass Hotels und Pensionen erneut außen vor blieben und zwei Wochen länger warten müssten. Es brauche jetzt klare Öffnungsschritte. "Schließlich ist die Übernachtung im Hotelbett nicht gefährlicher als der Besuch der Außengastronomie oder des Freibades", so Herbst.

Am Mittwoch lag die wöchentliche Zahl der Neuinfektionen gerechnet auf 100 000 Einwohner laut Gesundheitsministerium für Sachsen bei 47,2. Am niedrigsten lag der Wert mit 18,1 im ehemaligen Corona-Hotspot Vogtland, am höchsten im Erzgebirge (99,7). Allerdings können nach Pfingsten auch Meldeverzögerungen der Gesundheitsämter eine Rolle bei den niedrigen Infektionszahlen spielen.

Köpping begründete die Abschwächung der Pandemie und vor allem das starke Absinken der Inzidenzwerte im Vogtland mit der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen. Es werde immer wieder bezweifelt, dass die Corona-Schutzmaßnahmen eine Wirkung hätten. Diese Wirkung gebe es aber: "Es geht immer um das Einschränken von Begegnungen, es geht immer um das Einschränken von Kontakten." Manche vertreten laut Köpping die Auffassung, in ihren jeweiligen Bereichen komme es nicht zu Infektionen: "Es ist aber immer die Summe aller Begegnungen, die wir haben." Darauf ziele die Schutzverordnung.

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