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Revival nach Corona-Distanz: Sachsen engagiert für Nachbarn

Dresden  

Revival nach Corona-Distanz: Sachsen engagiert für Nachbarn

28.05.2021, 06:39 Uhr | dpa

Revival nach Corona-Distanz: Sachsen engagiert für Nachbarn. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping

Petra Köpping (SPD), Gesundheitsministerin von Sachsen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Ob bezahlte Helfer und Alltagsbegleiter, Ehrenamt oder private Initiative, die Sachsen setzen auf gute Nachbarschaft. "Gesellschaftlicher Zusammenhalt beginnt im Nahbereich: in der Familie, in der Nachbarschaft, mit Freunden", sagt die dafür zuständige Sozialministerin Petra Köpping (SPD) zum Tag der Nachbarschaft (28. Mai). Sie dankte vor allem denen, "die sich mit Liebe und Verständnis um ihre Nachbarn kümmern und so ein gutes soziales Miteinander gestalten". Die Bedeutung nachbarschaftlicher Unterstützung habe sich auch in der Corona-Pandemie gezeigt.

Sachsen ist nach Ministeriumsangaben Vorreiter in Sachen Nachbarschaftshilfe für Pflegebedürftige. Seit 2013 kann jede und jeder Betroffene betreuen und so dessen Angehörigen entlasten, auch ohne Fachkenntnisse. Landesweit gibt es inzwischen 4033 solcher Nachbarschaftshelferinnen und -helfer, die über Kontaktstellen beraten und auch engagiert werden. Sie können pro Stunde zehn Euro für ihren Dienst in Rechnung stellen, eine Fachkraft auch mehr.

Für Senioren gibt es ehrenamtliche Alltagsbegleiterinnen und -begleiter, die über 60-Jährigen im Haushalt helfen oder, vor allem auf dem Land, zum Arzt, aber auch Tanztee oder zur Kaffeerunde fahren. Trotz bereits vielfachen Engagements wird laut Ministerium weiterhin "jede helfende Hand" gebraucht für Menschen, "denen die Bewältigung des Alltages schwerfällt".

Gute Nachbarschaft wird vor allem auch jenseits staatlicher Förderung gepflegt, je nach Wohnumfeld oder regionaler Mentalität. Nachdem Corona über Wochen zur Distanz zwang, ist das Interesse an Gemeinschaft besonders groß. Die Website weist über 140 geplante Veranstaltungen aus und damit mehr als im Vorjahr - zwischen Hofgrillen auf dem Land und Balkon-Bingo in der Stadt. Je nach örtlichen Bestimmungen auch mit Maske und Abstand werden alte und neue Nachbarn mit Kartengrüßen oder Fensterkonzert überrascht, Flohmarktschätze getauscht oder ein Hochbeet gebaut - mit Kaffee und Kuchen danach zur Stärkung.

Der von der nebenan.de Stiftung zum vierten Mal ausgerufene und vom Bundesfamilienministerium geförderte bundesweite Tag der Nachbarschaft soll Menschen zusammenbringen, die sich sonst nur flüchtig im Hausflur oder auf der Straße begegnen.

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