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Huhn und Ente wieder frei: Über 70 Geflügelpest-Fälle

Dresden  

Huhn und Ente wieder frei: Über 70 Geflügelpest-Fälle

29.05.2021, 09:07 Uhr | dpa

Huhn und Ente wieder frei: Über 70 Geflügelpest-Fälle. Hühner stehen auf dem Freigelände eines Geflügelhofs

Hühner stehen auf dem Freigelände eines Geflügelhofs. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Gut ein halbes Jahr nach dem ersten Fall von Geflügelpest in Sachsen ist das Ausbreitungsrisiko des hochpathogenen HPAI-Virus nur noch gering. Nach Angaben des Sozialministeriums gibt es aktuell keine aktiven Fälle. Alle Restriktionszonen und damit die Stallpflicht für Nutzgeflügel seien aufgehoben - bis auf 250 Meter Ufersaum an der Neiße. "Geflügelhalter sollten dennoch achtsam sein, um Ansteckungen mit dem von Wildvögeln verbreiteten Virus zu verhindern und auch wirtschaftlichen Schäden vorzubeugen."

Laut Statistik wurden bisher 72 Fälle von infizierten Wild- und gehaltenen Vögeln festgestellt, wobei dahinter jeweils mehrere Tiere stehen können. Sieben Fälle betrafen Nutztier- und gewerbliche Bestände, auch ein Tierpark war darunter. Mit Ausnahme von Chemnitz, Leipzig sowie dem Erzgebirgskreis traten Infektionen in allen Landkreisen und auch der Landeshauptstadt auf.

Erstmals wurde das HPAI-Virus am 19. November 2020 bei einer Wildente in Nordsachsen amtlich festgestellt. Der mit 9000 Tieren umfangreichste Fall bei einem Gänsezuchtbetrieb im Landkreis Leipzig folgte an Weihnachten. Danach war eine "risikoorientierte" Stallpflicht für Geflügel in Sachsen angeordnet worden, um den Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel zu unterbinden. Hühner, Fasane, Wachteln, Enten und Gänse blieben im Stall oder in besonders geschützten Gehegen, wenn sie in Feuchtgebieten oder Ufernähe gehalten werden, wo Wildvögel üblicherweise rasten.

"Es war, wie bundesweit, ein Geflügelpest-Ausnahmejahr", resümierte das Ministerium. Nur 2016/2017 gab es mit 113 mehr Fälle, aber noch keine solche Frühwarnung wie jetzt durch das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit (FLI). "Durch gewissenhafte Seuchenbekämpfung konnte der Übertrag des Virus auf Nutztierbestände relativ gering gehalten werden." Es traf vorwiegend private Kleinstbestände mit Hühnern, Jung- und Legehennen, aber in 64 Fällen Wildvögel, vor allem Schwäne - und zuletzt Anfang Mai Greifvögel.

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