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Missbrauch in der Kita: Prozess gegen Ex-Mitarbeiter beginnt

Dresden  

Missbrauch in der Kita: Prozess gegen Ex-Mitarbeiter beginnt

11.10.2021, 02:41 Uhr | dpa

Missbrauch in der Kita: Prozess gegen Ex-Mitarbeiter beginnt. Justitia

Eine Figur der Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Zahlreiche Zuschauer haben am Montag am Dresdner Landgericht den Prozessauftakt gegen einen 28-jährigen Erzieher verfolgt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Sozialassistenten vor, zwischen 2018 und 2020 in einer Dresdner Kindertagesstätte sieben Mädchen im Alter von zwei bis drei Jahren dutzendfach sexuell schwer missbraucht zu haben.

Es sei seine Aufgabe als pädagogischer Mitarbeiter gewesen, den Mittagsschlaf der Kinder zu überwachen, sie zu wickeln, umzuziehen und bei Toilettengängen zu begleiten, hieß es. Einen Großteil der Taten habe er mit seinem Handy gefilmt. Zudem soll der Angeklagte bereits zwischen 2013 und 2015 ein zu Beginn achtjähriges Mädchen aus seiner Nachbarschaft missbraucht haben.

Der 28-Jährige sitzt seit Januar in Untersuchungshaft. Der Mann kündigte am Montag ein umfassendes Geständnis an. Die Jugendschutzkammer schloss daher auf Antrag der Verteidigerin Susann Nowack die Öffentlichkeit aus.

Am Rande des Prozesses wurde bekannt, dass sich die Eltern eines Kindes vor etwa einem Jahr mit dem Missbrauchsverdacht an die Polizei gewandt hatten. Daraufhin wurde der Verdächtige am 20. Oktober 2020 noch in der Kita festgenommen und seine Wohnung durchsucht. Dabei fanden die Beamten neben Hinweisen auf die Missbrauchsfälle in der städtischen Kita auch Tausende Dateien mit Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern, die sich der Angeklagte aus dem Internet beziehungsweise dem Darknet heruntergeladen haben soll.

"Solche Taten sind nicht nachvollziehbar", sagte Sabine Bibas, Leiterin des Dresdner Kita-Eigenbetriebes, zum Prozessauftakt. Dieser Fall habe nicht nur die Mitarbeiter der Dresdner Kita erschüttert, sondern auch das Vertrauen gegenüber den Eltern zerstört. Der Erzieher sei sofort entlassen worden. Die Eltern von fünf Mädchen nehmen als Nebenkläger an dem Verfahren teil. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage bis zum 11. November angesetzt.

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