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Bewegung in 23 Jahre altem Mordfall "Claudia R."

Düsseldorf  

Bewegung in 23 Jahre altem Mordfall "Claudia R."

13.11.2019, 17:02 Uhr | dpa

Der Kindermord an der elfjährigen Claudia R. in Grevenbroich vor 23 Jahren könnte doch noch aufgeklärt werden. Die Behörden wollen am kommenden Freitag in Grevenbroich über neue Ermittlungsansätze berichten, wie sie am Mittwoch mitteilten.

Das Mädchen war am 11. Mai 1996 in Grevenbroich (Rhein-Kreis Neuss) zwischen Düsseldorf und Köln entführt und zwei Tage später im 70 Kilometer entfernten Euskirchen ermordet aufgefunden worden.

Mordermittler der Polizei in Bonn und Neuss, Spezialisten des Landeskriminalamtes NRW sowie der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach seien damit befasst, den Fall doch noch aufzuklären.

"Es gibt einen neuen Ermittlungsansatz", hatte der Chef des Landeskriminalamts, Frank Hoever, bereits vor fast einem Jahr verraten. Aus taktischen Gründen konnte der Ansatz damals noch nicht näher erläutert werden.

Ein DNA-Test mit Speichelproben von 350 Männern war 2010 erfolglos geblieben. Ein weiterer Massen-Gen-Test fand 2018 statt.

Die Schülerin war von einem Unbekannten entführt worden, als sie mit dem Hund eines Nachbarn unterwegs war. Der Täter hatte das Kind vergewaltigt, gefesselt, erdrosselt, die Leiche mit Benzin übergossen und angezündet.

Die Ermittler schlossen bislang nicht aus, dass es sich bei ihrem Mörder um einen Serientäter handelt. Wenige Kilometer entfernt war in Düsseldorf drei Monate zuvor die achtjährige Deborah S. verschwunden. Auch in Siegen verschwand ein Mädchen.

Profiler des LKA, sogenannte Fallanalytiker, hatten die Ermittlungen gemeinsam mit den Ermittlern vor Ort wieder ins Rollen gebracht. Im Landeskriminalamt werden mit Hilfe einer Datenbank über 1100 ungeklärte Mordfälle, sogenannten "Cold Cases", systematisch auf noch nicht ausgeschöpfte Ermittlungsansätze überprüft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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