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Düsseldorf: OB Thomas Geisel verteidigt Umweltspuren

Bessere Luftmesswerte  

Oberbürgermeister Geisel verteidigt Umweltspuren in Düsseldorf

20.11.2019, 11:59 Uhr | dpa

Düsseldorf: OB Thomas Geisel verteidigt Umweltspuren. Thomas Geisel, Oberbürgermeister in Düsseldorf: Er verteidigt die Umweltspuren in Düsseldorf. (Quelle: dpa/David Young/Archivbild)

Thomas Geisel, Oberbürgermeister in Düsseldorf: Er verteidigt die Umweltspuren in Düsseldorf. (Quelle: David Young/Archivbild/dpa)

Die umstrittenen Umweltspuren in Düsseldorf haben nach Angaben von Oberbürgermeister Thomas Geisel an Verkehrsschwerpunkten zu einer geringeren Schadstoffbelastung geführt. Die zuständige Staatsanwaltschaft prüft derzeit eine Strafanzeige gegen die Maßnahmen. 

Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat sich zur Debatte um die Umweltspuren in Düsseldorf geäußert. Die Luft sei vor allem an den am stärksten belasteten Stellen deutlich weniger mit Stickstoffdioxid belastet, erklärte Geisel mit Verweis auf neue Daten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv). 

Dem Ziel, die Belastung zu senken und Fahrverbote zu vermeiden, sei man offenbar einen Schritt näher gekommen. Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) habe er per Brief vorgeschlagen, die stadtnahen Standspuren auf den Autobahnen 46 und 52 zumindest zur Hauptverkehrszeit für Linienbusse freizugeben.

Düsseldorf hatte im April die ersten Umweltspuren eingeführt, auf denen Busse, Taxen, Elektroautos und Fahrräder fahren dürfen. Inzwischen sind diese auch für Fahrgemeinschaften ab drei Personen frei. Die nunmehr drei Umweltspuren gehören zu einem Maßnahmenpaket der Stadt, das im Luftreinhalteplan festgelegt wurde.

Anzeige gegen die Umweltspur in Düsseldorf

Kritiker werfen Geisel jedoch vor, dass der Verkehr nur verdrängt werde und dass sich durch Staus bis auf die Autobahn erhöhte Unfallrisiken ergeben würden. Der Hildener Gerd Müller-Heuser habe deshalb eine Strafanzeige gestellt, die derzeit von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf geprüft werde. Eine Online-Petition gegen die dritte Umweltspur hat nach Angaben der Organisatoren in vier Wochen rund 11.400 Unterstützer gefunden.

Die "Interessengemeinschaft Kö" appelliert unterdessen in einem offenen Brief für das Ende der Umweltspuren. Die Planer hätten die großen Verkehrsströme in und um Düsseldorf unterschätzt. "300.000 Pendler können nicht umgehend in ein öffentliches Nahverkehrsnetz transformiert werden. Darüber hinaus ist Düsseldorf Einkaufsstadt, der Handel lebt zu 60 Prozent von auswärtigen Kunden aus 150 Kilometern Umkreis."


OB Geisel halte die Einstellung der Händler auf der Kö für rückwärtsgewandt und verglich das Verkehrskonzept in Düsseldorf mit anderen europäischen Städten, wie Kopenhagen, Stockholm oder Paris. "Die sind viel, viel radikaler, was die Verkehrswende angeht. Und wenn wir uns mit solchen Städten vergleichen wollen, müssen wir handeln."

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