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Grüne stellen OB-Spitzenkandidat in Düsseldorf auf

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Grüne stellen OB-Spitzenkandidat in Düsseldorf auf

08.01.2020, 16:13 Uhr | dpa

Grüne stellen OB-Spitzenkandidat in Düsseldorf auf. Stefan Engstfeld (l, Bündnis90/Die Grünen) und André Kuper (CDU)

Stefan Engstfeld (l, Bündnis90/Die Grünen) und Landtagspräsident André Kuper (CDU, r). Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Getragen von jüngsten Wahlerfolgen peilen die Grünen den Oberbürgermeisterposten in der Landeshauptstadt Düsseldorf an. Die Düsseldorfer Grünen wollen den Landtagsabgeordneten Stefan Engstfeld als ihren Spitzenkandidaten in das Rennen bei der Kommunalwahl Mitte September schicken. Engstfeld solle am 21. Januar von der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes nominiert werden, kündigte der Kreisvorstand am Mittwoch an. Die Menschen in Düsseldorf seien bereit dafür, "uns diese Chance zu geben", schrieb Engstfeld (50) in seiner Bewerbung. Das habe die Europawahl 2019 gezeigt, bei der die Grünen mit mehr als 29 Prozent stärkste Kraft in Düsseldorf wurden.

Die nordrhein-westfälische Grünen-Vorsitzende Mona Neubaur (42) und der Co-Vorsitzende Felix Banaszak (30) wollen weiter die Landespartei führen. Sie kündigten am Mittwoch in einem Brief an die Basis an, sich im Juni beim Grünen-Parteitag erneut als Doppelspitze bewerben zu wollen. Auch Neubaur war zuvor als mögliche Herausforderin des Düsseldorfs Oberbürgermeisters Thomas Geisel (SPD) gehandelt worden.

Neubaur und Banaszak wollen die politische Verantwortung dafür tragen, dass Grünen in NRW ihren erfolgreichen Kurs fortsetzen könnten, heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief. Der neu zu wählende Landesvorstand werde auch die programmatische und strategische Aufstellung für die Landtagswahl 2022 verantworten.

Für die Kommunalwahl seien die Grünen "so gut aufgestellt wie nie", schrieben die Parteichefs. Der Landesverband sei auf fast 19 000 Mitglieder gewachsen - rund 6500 mehr als bei der Landtagswahl 2017. Die Partei habe sich in der Bildungspolitik und Digitalisierung ein "inhaltliches Update" erarbeitet und in Bereichen etabliert, für die die Grünen bisher nicht gestanden hätten - etwa der Zukunft des Industrie- und Stahlstandortes.

Bei der Landtagswahl 2017 waren die Grünen mit nur 6,4 Prozent zusammen mit der SPD aus der Regierung geflogen. Zwei Jahre später holten die Grünen in NRW bei der Europawahl 23,2 Prozent und waren damit erstmals die Nummer zwei hinter der CDU.

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