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Düsseldorf: OB Geisel warnt vor Folgen der Corona-Einschränkungen

In Wirtschaft und Gesellschaft  

OB Geisel warnt vor Folgen der Corona-Einschränkungen

25.03.2020, 11:48 Uhr | dpa

Düsseldorf: OB Geisel warnt vor Folgen der Corona-Einschränkungen. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel: Er warnt vor den Folgen der Corona-Beschränkungen. (Quelle: dpa/Fabian Strauch/Archivbild)

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel: Er warnt vor den Folgen der Corona-Beschränkungen. (Quelle: Fabian Strauch/Archivbild/dpa)

Düsseldorfs Oberbürgermeister befürchtet, dass die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen werden. Auch das solidarische Miteinander sei in Gefahr. 

In Düsseldorf hat Oberbürgermeister Thomas Geisel vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Einschränkungen gewarnt. "Ich befürchte, lange wird unser Land einen nahezu vollständigen Shutdown nicht überstehen", schrieb er in einem Gastbeitrag der "Rheinischen Post".

Schon jetzt gebe es erste Insolvenzen, die "vollmundig angekündigten großzügigen staatlichen Rettungsschirme" würden mangels staatlicher Einnahmen auf Dauer wohl nicht durchzuhalten sein, sagte Geisel.

Junge Menschen könnten gegen Maßnahmen rebellieren 

Demnach gibt es wegen der Kontaktverbote bereits eine "signifikante Zunahme" von Inobhutnahmen und Betretungsverboten wegen häuslicher Gewalt. Die Schließungen von Schulen und Universitäten brächten das solidarische Miteinander der Generationen in Gefahr, so Geisel. Er befürchtet, dass junge Menschen zunehmend gegen die Maßnahme rebellieren, weil sie sich von den Gefahren der Infektion nicht selbst betroffen fühlen.

Nach Statistiken aus Italien liege das Durchschnittsalter der Covid-19-Verstorbenen bei knapp 80 Jahren, 99 Prozent von ihnen hätten Vorerkrankungen gehabt. Deshalb müsse die Risikogruppe für einen kritischen Krankheitsverlauf gezielt geschützt werden, schreibt Geisel weiter. Ihr müsse ermöglicht werden, körperlichen Kontakt zu vermeiden und dennoch so weit wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Zugleich fordert der Düsseldorfer Oberbürgermeister die Politik auf, eine Strategie zu entwickeln, wann und wie das öffentliche Leben wieder hochgefahren werden kann.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

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