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"Hoffnungsschimmer": Neue Corona-Phase beginnt am Montag

Düsseldorf  

"Hoffnungsschimmer": Neue Corona-Phase beginnt am Montag

03.05.2020, 16:12 Uhr | dpa

"Hoffnungsschimmer": Neue Corona-Phase beginnt am Montag. Passanten auf der Einkaufsstraße „Hohe Straße“

Passanten auf der Einkaufsstraße „Hohe Straße“. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Für Nordrhein-Westfalen beginnt am Montag eine neue Phase im Umgang mit der Corona-Pandemie. Mit der dann in Kraft tretenden neuen Schutzverordnung dürfen zum Beispiel Zoos, Museen und ähnliche Einrichtungen wieder öffnen. Auch Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen und Musikschulen können den Betrieb wieder aufnehmen. Sie freue sich, dass nun eine behutsame Wiedereröffnung beginnen könne, sagte Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Sonntag in Düsseldorf. "Das ist ein wichtiger Hoffnungsschimmer für die Kultur."

Dabei müssen die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Auch die Maskenpflicht gilt weiter. Ein paar Tage dauert es noch bis zu der von vielen ersehnten Spielplatzöffnung: Das soll am Donnerstag (7. Mai) geschehen. Jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen einschließlich Fitnessstudios bleibt dagegen untersagt. Dafür kann man ab Montag wieder zum Friseur gehen.

Im Kölner Dom fand am Sonntag der erste öffentliche Gottesdienst seit dem 14. März statt. Dazu waren allerdings nur 122 Teilnehmer zugelassen. Normalerweise kommen zur 10-Uhr-Messe im Dom etwa 600 Gläubige. In den vergangenen Wochen habe man sich mit der Übertragung im Internet beholfen, sagt Kardinal Rainer Maria Woelki. Dass man jetzt wieder zusammen die Messe feiern dürfe, sei "ein Fortschritt, ein Stück Normalität". Allerdings galten zahlreiche Einschränkungen: So durfte nicht zusammen gesungen werden, und man saß in den Kirchenbänken weit auseinander. Beim Ausreichen der Kommunion stand der Priester hinter einer Plexiglasscheibe und reichte die Hostie darunter durch. Auf markierten Einbahnwegen gingen die Gläubigen zu ihrem Platz zurück.

In Nordrhein-Westfalen waren bis Sonntag 33 412 Coronavirus-Infektionen registriert worden. Das waren 212 bestätigte Fälle mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. Die Zahl der Toten erhöhte sich innerhalb eines Tages um 19 auf 1287 seit Beginn der Pandemie.

Die NRW-SPD wirbt für Konjunkturprogramme, um die Wirtschaft nach der Krise anzukurbeln. "Wir müssen eine ganz aktive Industriepolitik betreiben, die den Umbau der Energiewirtschaft vorantreibt, Investitionen begünstigt und die Tarifpartner stärkt", sagte der Vorsitzende der NRW-SPD, Sebastian Hartmann, der Deutschen Presse-Agentur. "Wichtig ist, dass man diese Krise jetzt nicht wieder zum Kaputtsparen von öffentlichen Investitionen missbraucht."

Viele Unklarheiten gibt es weiterhin beim Thema Schulöffnungen. Der Präsident des Nordrhein-Westfälischen Lehrerverbands (NRWL), Andreas Bartsch, bemängelte widersprüchliche Signale der Landesregierung. "Die Irritationen in der Lehrerschaft sind inzwischen gewaltig", sagte Bartsch der "Rheinischen Post". "Wir benötigen eine gute, klare Planung und nicht das ewige Hin und Her der vergangenen Tage." Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) müsse sich besser mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) abstimmen, forderte Bartsch.

Erleichterung herrscht in Kamp-Lintfort: Die Landesgartenschau kann dort am Dienstag (5. Mai) öffnen, wie die Landesregierung entschied. Ursprünglich war die Öffnung schon für den 17. April geplant gewesen, zuletzt hatte aber auch das neue Datum 5. Mai auf der Kippe gestanden. Die Organisation der Landesgartenschau hat dem Land ein Corona-Konzept vorgelegt mit geplanten Abstands-Markierungen, Aushängen, Durchsagen, Zutrittsbeschränkungen in geschlossenen Räumen und Einbahnstraßen-Regelungen.

NRW-Tourismusregionen hoffen, dass Urlauber in der Corona-Epidemie die Reiseziele vor der eigenen Haustüre entdecken. NRW sei bisher ein Kurzreiseziel, sagte die Sprecherin von Tourismus NRW, Tonia Haag. "Das heißt, die Leute fahren hier eher mal so vier Tage hin, aber nicht für den zweiwöchigen Sommerurlaub in normalen Jahren." Wegen der Corona-Krise könne das aber in diesem Jahr anders sein, so "dass wir noch mal vom Sommer stärker profitieren könnten, als das in einem normalen Jahr der Fall wäre".

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