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Düsseldorf: Falsche Polizisten kündigen Geständnisse an – 800.000 Euro erbeutet

Hunderttausende Euro erbeutet  

Falsche Polizisten wollen vor Gericht Geständnisse ablegen

25.09.2020, 08:26 Uhr | dpa

Düsseldorf: Falsche Polizisten kündigen Geständnisse an – 800.000 Euro erbeutet. Eine Statue der Justitia hält die Waage (Symbolbild): Falsche Polizisten sollen Hunderttausende Euro von Senioren erbeutet haben.  (Quelle: dpa/picture alliance)

Eine Statue der Justitia hält die Waage (Symbolbild): Falsche Polizisten sollen Hunderttausende Euro von Senioren erbeutet haben. (Quelle: picture alliance/dpa)

In Düsseldorf wollen fünf Angeklagte im Prozess um eine Bande falscher Polizisten Geständnisse ablegen. Die Männer sollen Hunderttausende Euro von Senioren erbeutet haben. 

Im Prozess gegen eine Bande falscher Polizisten haben vor dem Landgericht zum Auftakt fünf der sechs Angeklagten Geständnisse angekündigt. Den Anfang machte am Donnerstag ein 21-jähriger Iraner aus Köln. In nur drei Monaten sollen sechs Männer zwischen Dezember 2019 und Februar 2020 im Großraum Düsseldorf als falsche Polizisten bei Senioren über 800.000 Euro ergaunert haben.

Angeklagt sind fünf 21- bis 24-jährige Männer aus dem Großraum Köln und ein 28-Jähriger aus Bremen. Sie stammen aus dem Iran, Irak und Syrien und sollen einer von der Türkei aus operierenden Betrüger-Bande angehören. Der 21-jährige Iraner aus Köln hatte laut Gericht schon im Ermittlungsverfahren umfangreiche Angaben gemacht. Er sei im Herbst 2019 in der Türkei von zwei Männern gefragt worden, ob er in Deutschland nicht Geld "mit Werttransporten" verdienen wolle. Erst nach der ersten Tat will er gemerkt haben, dass dabei Senioren betrogen wurden.

Angeklagten drohen mehrjährige Haftstrafen

Der erste Versuch war laut Anklage gescheitert. In Recklinghausen war im Dezember eine 79-Jährige kurz vor der verabredeten Geldübergabe misstrauisch geworden und hatte nur eine leere Tüte vor die Tür gelegt. Ein 90-jähriger Rentner habe dagegen sein Schließfach leergeräumt, das deponierte Bargeld und zwei Sparbücher im Wert von über 140.000 Euro in eine Tasche unter dem Reifen eines Autos gepackt.

Den sechs Angeklagten drohen mehrjährige Haftstrafen. Für den Prozess sind bis kurz vor Weihnachten noch 23 weitere Verhandlungstage angesetzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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