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Düsseldorf: Angeklagter in Quarantäne – Mafia-Prozess verschoben

Trotz negativen Corona-Tests  

Angeklagter in Quarantäne – Mafia-Prozess verschoben

14.10.2020, 12:10 Uhr | AFP

Düsseldorf: Angeklagter in Quarantäne – Mafia-Prozess verschoben. Ein hoher Zaun steht um das Oberlandesgericht Düsseldorf: Aus Sicherheitsgründen wird der Mammutprozess um eine Mafia-Gruppierung hier abgehalten.  (Quelle: dpa/Roland Weihrauch)

Ein hoher Zaun steht um das Oberlandesgericht Düsseldorf: Aus Sicherheitsgründen wird der Mammutprozess um eine Mafia-Gruppierung hier abgehalten. (Quelle: Roland Weihrauch/dpa)

Corona stört Verhandlung: Weil sich einer der Angeklagten in Quarantäne befindet, kann der Prozess um eine Mafia-Gruppierung in Düsseldorf erst Ende Oktober fortgeführt werden. Dabei fiel ein Corona-Test negativ aus. 

Der Mammutprozess gegen Mitglieder und Unterstützer der kalabrischen Mafiagruppierung 'Ndrangheta, der aus Sicherheitsgründen im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf abgehalten wird, wird wegen der Quarantäne eines Angeklagten erst Ende Oktober fortgesetzt. Der nächste Verhandlungstag soll am 26. Oktober stattfinden, wie das Landgericht Duisburg am Mittwoch mitteilte. Das Gesundheitsamt der Stadt Köln habe für den Angeklagten Halil B. eine Quarantäne bis zum 24. Oktober angeordnet – obwohl dessen Corona-Test negativ ausgefallen sei.

Demnach kann die zweiwöchige Quarantäne nicht durch einen negativen Test verkürzt werden. B. fehlte bereits zum Prozessauftakt am Montag, nachdem seine Mutter am Vortag positiv auf das Virus getestet worden war. Das Gericht entschied, die Verhandlung erst fortzuführen, wenn alle 14 Angeklagten anwesend sind.

Diese müssen sich wegen Drogenhandels mit insgesamt 680 Kilogramm Kokain verantworten. Weiter werden ihnen die Bildung und Unterstützung einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche, Betrug, Steuerhinterziehung und Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Für das Verfahren sind bisher 91 Verhandlungstage bis Ende kommenden Jahres angesetzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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