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Laumann: Impfzentren in NRW sollen Mitte Dezember stehen

Düsseldorf  

Laumann: Impfzentren in NRW sollen Mitte Dezember stehen

23.11.2020, 10:54 Uhr | dpa

Laumann: Impfzentren in NRW sollen Mitte Dezember stehen. Eine Spritze wird vor den Schriftzug "Impfung" gehalten

Eine Spritze wird vor den Schriftzug "Impfung" gehalten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Messegelände, Sportstadion oder vielleicht auch ein Flughafen: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ist optimistisch, dass die geplanten mindestens 53 Corona-Impfzentren im Land schon Mitte Dezember stehen werden. Er habe bisher als Start ja bereits vom 24./25. Dezember gesprochen, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. Er gehe davon aus, dass zunächst Vorerkrankte und Pflegebedürftige geimpft werden. Das seien in NRW 800 000 Menschen. Wann genau der Impfstoff da sein werde, könne er noch nicht sagen.

"Das Tempo des Impfens in Nordrhein-Westfalen soll der Impfstoff bestimmen", ergänzte Laumann. Man könne nicht mehr impfen, als Dosen da sein - die sollen aber effektiv verteilt werden. Eine Impfpflicht gebe es nicht. Es werde die Strukturen voll beanspruchen, "die zu impfen, die geimpft werden wollen". Nach Umfragen seien 70 Prozent der Deutschen entschlossen, sich impfen zu lassen. So könne mit diesen Menschen eine sogenannte Herdenimmunität erreicht werden.

Die Kommunen seien für die Impfzentren vor Ort organisatorisch zuständig. Die Kosten würden Bund und Land jeweils zur Hälfte übernehmen, teilte Laumann mit.

Mit Blick auf die geplante Corona-Impfaktion haben Landesregierung und Ärztevertreter ausgebildete Fachkräfte aus dem Medizin- und Pflegebereich zur Unterstützung aufgerufen. Das schon bestehende Freiwilligenregister soll erweitert werden, so dass eine direkte Vermittlung möglich ist. Bislang gebe es mehr als 1000 registrierte Freiwillige. Für die Impfaktion in den Zentren und mit mobilen Impfteams werde zusätzliche personelle Unterstützung nötig sein.

"Wir werden dafür sorgen, dass eine direkte Vermittlung möglich ist", sagte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Hans-Albert Gehle zum Freiwilligenregister. Gesucht werden den Angaben zufolge unter anderem Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker, Pflegekräfte, Rettungskräfte und Verwaltungskräfte aus dem Gesundheitswesen.

Das Land will mit einer Verordnung die Bezahlung regeln. Außerdem ist vorgesehen, dass Arbeitgeber Freiwillige in der Regel freistellen beziehungsweise von ihren Aufgaben entbinden müssten. Die Teilnahme am Freiwilligendienst sei nur dann zustimmungspflichtig, wenn der Arbeitgeber weniger als zehn Beschäftigte habe oder selber eine Einrichtung aus dem Gesundheits- oder Pflegebereich betreibe.

Der Kreis Steinfurt bereitet derzeit nach eigenen Angaben den Aufbau eines Impfzentrums im Terminal A des Flughafens Münster/Osnabrück vor. Zusätzlich sollen mobile Teams zu den Menschen im Kreis fahren, die geimpft werden müssen, aber selbst nicht zum Flughafen kommen können. In Münster hat die Feuerwehr die Planung für ein Impfzentrum übernommen. Aufgebaut wird das Angebot auf dem Gelände der Halle Münsterland, wie die Stadt am Montag bestätigte.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf stünden die Veranstaltungshalle ISS Dome und die Messe als Impfzentrum bereit. Das sagten ein Sprecher der städtischen Tochter D.Live und eine Sprecherin der Messegesellschaft am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Eine offizielle Anfrage der Verwaltung gebe es aber noch nicht, so die Betreiber des ISS Dome. Auch in Köln gibt es noch keine konkreten Standorte: Die Stadt warte noch auf die genauen Vorgaben des Landes. Je nach eingesetztem Impfstoff würden sich die Voraussetzungen für und Anforderungen an die Standorte verändern, hieß es in Köln.

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