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Düsseldorf: BGH überprüft Freispruch nach Wehrhahn-Anschlag

Urteil im Januar erwartet  

BGH überprüft Freispruch nach Wehrhahn-Anschlag

26.11.2020, 14:56 Uhr | dpa

Düsseldorf: BGH überprüft Freispruch nach Wehrhahn-Anschlag. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (Symbolbild): Hier überprüfen Richter nach dem Wehrhahn-Anschlag 2000 den Freispruch für einen Verdächtigen.  (Quelle: imago images/Gutschalk)

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (Symbolbild): Hier überprüfen Richter nach dem Wehrhahn-Anschlag 2000 den Freispruch für einen Verdächtigen. (Quelle: Gutschalk/imago images)

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe beschäftigt sich nach dem Freispruch des Angeklagten im Fall des Wehrhahn-Anschlags in Düsseldorf erneut mit dem Fall. Eine Neuauflage erscheint jedoch unwahrscheinlich. 

Knapp zweieinhalb Jahre nach dem Freispruch des lange als Attentäter Verdächtigen hoffen die Opfer des Düsseldorfer Wehrhahn-Anschlags womöglich vergeblich auf eine Neuauflage des Prozesses. Am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe plädierte am Donnerstag keine Seite dafür, das Urteil des Landgerichts Düsseldorf von 2018 aufzuheben. Auch der Vertreter der Bundesanwaltschaft, der vor dem BGH anstelle des Staatsanwalts im ursprünglichen Prozess auftritt, lehnte es ab, sich dem Revisionsantrag der Düsseldorfer Ankläger anzuschließen. Die obersten Strafrichter wollen sich aber noch Zeit für Beratungen nehmen und ihr Urteil am 14. Januar verkünden. 

Bei dem Anschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn waren am 27. Juli 2000 zehn Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden, eine Frau verlor ihr ungeborenes Kind. Die Opfer stammten aus Russland, der Ukraine und Aserbaidschan. Vier aus der Gruppe waren Juden.

Der Angeklagte, ein Mann mit Kontakten in die rechtsradikale Szene, war früh unter Verdacht geraten, 2002 musste die Staatsanwaltschaft das Verfahren aber einstellen. Später wurden die Ermittlungen nach dem Hinweis eines früheren Mithäftlings neu aufgenommen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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