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Kutschaty widerspricht Laschet: Impfreihenfolge beibehalten

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Kutschaty widerspricht Laschet: Impfreihenfolge beibehalten

11.04.2021, 11:48 Uhr | dpa

Kutschaty widerspricht Laschet: Impfreihenfolge beibehalten. Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender in NRW

Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender in NRW. Foto: Federico Gambarini/dpa (Quelle: dpa)

NRW-Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) hat sich gegen eine Aufhebung der Impfreihenfolge vor dem Sommer ausgesprochen, wie sie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ins Spiel gebracht hat. "Ich glaube nicht, dass es viel bringt, wenn dann zu Beginn des Sommers ein unkontrollierter Run auf den Impfstoff losgehen würde. Das könnte zu viel Durcheinander und auch Überlastungen in den Systemen führen", sagte Kutschaty am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Angesichts steigender Impfstofflieferungen hatte sich Laschet für ein Ende der Corona-Impfreihenfolge ausgesprochen. "Wenn zum Ende des Frühjahrs die großen Impfstoffmengen kommen, sollten die Impfprioritäten fallen und die Impfungen für alle Menschen geöffnet werden. Das wäre ein wichtiger Baustein für die Brücke zu einem Sommer mit viel mehr Freiheit", sagte Laschet der "Bild am Sonntag".

Das Vorpreschen der Bundesländer Bayern und Mecklenburg-Vorpommern bei der Beschaffung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V kritisierte Laschet. "Ich finde es richtig, wenn die Bundesrepublik Deutschland nach klaren Kriterien Impfstoff für alle bestellt und nicht jeder nur für sich", sagte er. Kutschaty forderte dagegen, dass auch NRW bei Sputnik V aktiv werden solle: "Sobald die Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur erfolgt ist, müssen auch wir raus aus den Startlöchern und dürfen anderen nicht dabei zuschauen, wie sie an uns vorbei laufen."

Der SPD-Fraktionsvorsitzende sprach sich zudem für die geplante "Bundes-Notbremse" aus: "Laschet und Söder haben den Bund mit ihrem Kandidaten-Kindergarten dazu gezwungen, jetzt mit einem Bundesgesetz durchzugreifen. Das ist zwar bedauerlich, aber in der jetzigen Situation leider nicht anders zu machen", so Kutschaty gegenüber der "Rheinischen Post". Die NRW-Landesregierung solle den Gesetzentwurf unterstützen und die Regelungen darin sofort umsetzen. "Es reicht nicht, bis zu seiner Verabschiedung und der Zustimmung im Bundesrat damit zu warten."

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