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Düsseldorf: Uniklinik wartet Ermittlungen zu Schnelltest-Betreiber ab

Abrechnungs-Skandal  

Uniklinik zieht vorerst keine Konsequenzen aus möglichem Schnelltest-Betrug

31.05.2021, 10:51 Uhr | dpa

Düsseldorf: Uniklinik wartet Ermittlungen zu Schnelltest-Betreiber ab. Das Uniklinikum in Düsseldorf (Archivbild): Die Klinik stellte einem Betreiber von Schnelltest-Zentren Räume zur Verfügung, gegen den nun ermittelt wird. (Quelle: imago images/Michael Gstettenbauer)

Das Uniklinikum in Düsseldorf (Archivbild): Die Klinik stellte einem Betreiber von Schnelltest-Zentren Räume zur Verfügung, gegen den nun ermittelt wird. (Quelle: Michael Gstettenbauer/imago images)

Das Uniklinikum Düsseldorf hat einem Betreiber von Schnelltest-Zentren Räume zur Verfügung gestellt, gegen den nun wegen des Verdachts auf Betrug bei der Abrechnung ermittelt wird. Bisher gebe es aber keinen Grund, an der ordnungsgemäßen Abrechnung zu zweifeln.

Das landeseigene Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) hat nach eigenen Angaben im April Räumlichkeiten auf dem Campus einem Testzentrums-Betreiber überlassen, gegen den die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt. Man beobachte nun die Ermittlungen, so die Uniklinik in einer Stellungnahme vom Wochenende.

Hintergrund für die Einrichtung des Zentrums seien damals die Corona-Regeln gewesen, nachdem auch Besucher von Patienten der Uniklinik einen negativen Schnelltest vorweisen mussten. Daher sei das Testzentrum als Service gedacht gewesen, so die Uniklinik.

"Keinen Anlass zu zweifeln"

"Zu diesem Zeitpunkt gab es für das UKD keinen Anlass, an der ordnungsgemäßen Abwicklung und Abrechnung zu zweifeln", so die Uniklinik. Es gebe – abgesehen von der Überlassung der Räumlichkeiten – "keinerlei Geschäftsbeziehungen zum Anbieter."

Die Uniklinik beobachte nun die "staatsanwaltlichen Ermittlungen genau" und werde "Konsequenzen für die Überlassung des Standortes" ziehen, "sollten Unregelmäßigkeiten bestätigt werden."

Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität in Bochum hatte vergangene Woche Ermittlungen wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrugs bei Corona-Bürgertests aufgenommen, wie ein Sprecher der Behörde am Samstag bestätigte. Ermittelt werde gegen zwei Verantwortliche eines in Bochum ansässigen Unternehmens, das an mehreren Standorten Teststellen betreibe. Anlass der Ermittlungen waren demnach die Recherchen von WDR, NDR und SZ.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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