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Langfristig weniger Wohngeldempfänger in Thüringen

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Langfristig weniger Wohngeldempfänger in Thüringen

17.07.2019, 06:23 Uhr | dpa

Langfristig weniger Wohngeldempfänger in Thüringen. Mehrere Wohnblöcke sind zu sehen

Mehrere Wohnblöcke sind zu sehen. Foto: Lukas Schulze/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Zahl der Wohngeldempfänger in Thüringen ist im vergangenen Jahrzehnt deutlich gesunken. Im Jahr 2010 hatten noch 4,5 Prozent aller Haushalte im Freistaat den staatlichen Mietzuschuss bekommen, wie eine Sprecherin des Infrastrukturministeriums sagte. Dagegen seien es 2017 nur noch 2 Prozent gewesen. Aktuellere Zahlen lägen noch nicht vor. Die Zahl der Wohngeldempfänger sank - bei Erwerbstätigen ebenso wie bei Nicht-Erwerbstätigen und Rentnern - von 82 500 im Jahr 2010 auf 39 000 im Jahr 2017.

Allerdings geht das Ministerium davon aus, dass mehr Menschen Anspruch auf Wohngeld haben, als diejenigen, die ihn auch tatsächlich geltend machten. Eine mögliche Ursache sei demnach der bürokratische Aufwand für einen Antrag. Manche Menschen zögerten auch, weil sie dafür ihre finanziellen Verhältnisse offenlegen müssen.

Der Sprecherin zufolge ging die Zahl der Wohngeldempfänger vor allem zwischen 2010 und 2013 deutlich zurück und blieb seit 2014 recht konstant um den Wert von zwei Prozent aller Thüringer Haushalte. Auch eine Reform von 2016, nach der eigentlich mehr Menschen Anspruch auf die Hilfe hätten, änderte daran nichts.

Die Gründe für die langfristig gesunkenen Zahlen sind nach Angaben der Sprecherin nicht abschließend geklärt. Ein Faktor seien aber die engen Grenzen beim Bezug von Wohngeld. Auf der einen Seite dürften in den Haushalten bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden, andererseits aber auch nicht unterschritten werden: Gleichzeitig Hartz-IV und Wohngeld zu erhalten, ist nicht möglich.

Nach Daten des Arbeitsministeriums stiegen die Löhne und Gehälter in Thüringen in den vergangenen Jahren im Durchschnitt deutlich, auch wenn sie im Bundesvergleich noch immer recht niedrig sind. Bauministerin Birgit Keller (Linke) sagte, wenn sich die Einkommenssituation im Freistaat weiter verbessere und sich die Lebensverhältnisse in Ost und West weiter anglichen, könnten künftig noch weniger Menschen auf Wohngeld angewiesen sein. Zudem müsse ausreichend bezahlbarer Wohnraum bereitgestellt werden. Thüringen stellt den Angaben nach 50 Millionen Euro jährlich für sozialen Wohnungsbau bereit.

Die meisten Wohngeldempfänger innerhalb des Landes gab es laut Infrastrukturministerium zuletzt in Erfurt. Im Jahr 2017 erhielten dort 13 Prozent der Haushalte den Mietzuschuss. In den anderen Teilen des Landes lag der Anteil der Wohngeldempfänger demnach zwischen etwa 2 und 7 Prozent.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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