Sie sind hier: Home > Regional > Erfurt >

Stiftung plant keine neuen freien Schulen: Hohe Baukosten

Erfurt  

Stiftung plant keine neuen freien Schulen: Hohe Baukosten

15.08.2019, 13:54 Uhr | dpa

Obwohl das Interesse an freien Schulen anhält, plant die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland zunächst keine Neugründungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Neben rechtlichen Rahmenbedingungen seien derzeit auch die hohen Baupreise ein Grund für die Zurückhaltung, sagte die Vorsitzende des Stiftungsrates der Evangelischen Schulstiftung, Martina Klein, am Donnerstag in Erfurt. Die Gründung einer Schule sei in der Regel mit hohen Investitionen verbunden. Außerdem erhielten freie Schulen in den ersten drei Jahren ihres Bestehens keine staatlichen Zuschüsse.

Die Stiftung wolle sich deshalb auf absehbare Zeit darauf konzentrieren, den Schulalltag an den bestehenden Einrichtungen so gut wie möglich zu gestalten, sagte Klein. "Ein schneller Aufwuchs würde das auch erschweren." Laut Stiftung gibt es für viele ihrer Schulen wie in den Vorjahren deutlich mehr Bewerbungen als Plätze.

Die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland ist einer der größten Träger von freien Schulen in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Von den 21 Schulen der Stiftung liegen 18 mit etwa 4850 Schülern in Thüringen und drei mit etwa 420 Schülern in Sachsen-Anhalt. Mit jetzt 5270 Kindern und Jugendlichen hat sich die Schülerzahl im Vergleich zum vergangenen Schuljahr den Angaben zufolge nur leicht um 20 erhöht.

Die Personalsituation an den Schulen ist laut der Geschäftsführerin der Stiftung, Katrin Vogel, weiterhin vergleichsweise entspannt. Während an vielen staatlichen Schulen noch Lehrer fehlten, gebe es derzeit über alle Schulen der Stiftung hinweg offene Stellen für fünf Vollzeitlehrer, sagte sie. Für das neue Schuljahr seien 23 Lehrer sowie mehrere Erzieher neu eingestellt worden.

Nach Angaben des Thüringer Bildungsministeriums werden in dem ab Montag beginnenden Schuljahr etwa 27 000 Kinder und Jugendliche im Land freie Schulen besuchen. Das sind bei etwa 246 000 Schülern in Thüringen fast elf Prozent.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage


shopping-portal