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Agrarministerin will Ausnahmen von neuen Dünge-Regeln

Erfurt  

Agrarministerin will Ausnahmen von neuen Dünge-Regeln

25.08.2019, 09:02 Uhr | dpa

Agrarministerin will Ausnahmen von neuen Dünge-Regeln. Ein Landwirt düngt sein Land

Ein Landwirt düngt vor dem Panorama der Alpen eine Wiese. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild (Quelle: dpa)

Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Linke) plädiert für Ausnahmen bei den geplanten schärferen Dünge-Regeln in Deutschland. "In Thüringen gibt es bereits heute ökologische und konventionelle Betriebe, die gewässerschonend wirtschaften", sagte Keller auf Anfrage in Erfurt. Diese dürften nicht bestraft werden. Insgesamt unterstütze Keller jedoch die von der Bundesregierung geplanten Änderungen der Dünge-Verordnung. Sie sollen dazu führen, die Nitratbelastung des Wassers zu verringern.

Auch Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) sprach sich dafür aus, dem Verursacherprinzip Rechnung zu tragen und nicht alle Betriebe in Mithaftung für die heute noch hohe Nitratbelastung des Wassers zu nehmen. Hergestellt werden müsste Transparenz bei den tatsächlich ausgebrachten Düngemitteln.

Die Bundesregierung hatte kürzlich einen neuen Vorschlag für strengere Dünge-Regeln vorgelegt. Er enthält unter anderem neue Pflichten für Bauern, die Düngermenge zu dokumentieren und längere Sperrfristen. Die Länder sollen Regionen mit hoher Belastung ausweisen, wo besonders strenge Regeln gelten sollen. Deutschland will damit ein weiteres Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) verhindern. Die EU-Kommission hatte Deutschland wegen überhöhter Nitratwerte im Grundwasser bereits verklagt und Recht bekommen.

In Thüringen sind nach Angaben der Landwirtschaftsministerin von einer Neuregelung der Dünge-Verordnung ein Viertel der Ackerflächen betroffen. Keller plädierte dafür, dass der Bund die betroffenen Landwirtschaftsbetriebe bei der Umstellung ihrer Anbausysteme und Investitionen unterstützt.

Sie erwartet, dass es insbesondere bei Winterweizen zu Ertragseinschränkungen kommen kann. In Agrarbetrieben mit Tierhaltung würden möglicherweise höhe Kapazitäten für die Lagerung von Gülle gebraucht. "Das kann zu erheblichen Investitionskosten führen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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