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Umfrage: Thüringen steuert auf komplexe Regierungsbildung zu

Erfurt  

Umfrage: Thüringen steuert auf komplexe Regierungsbildung zu

16.09.2019, 16:51 Uhr | dpa

Umfrage: Thüringen steuert auf komplexe Regierungsbildung zu. Die Linke

Das Textlogo "Die Linke." steht auf rotem Grund. Foto: Peter Endig/Archivbild (Quelle: dpa)

Knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl in Thüringen deutet eine neue Umfrage auf eine schwierige Regierungsbildung im Freistaat hin. Das aktuelle Regierungsbündnis unter Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) käme nach einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap nur noch auf 43 Prozent, wie MDR Thüringen als Auftraggeber der Umfrage am Montag mitteilte. Während die Linke im Vergleich zur letzten Erhebung des gleichen Instituts um 3 Prozentpunkte zulegen konnte und bei 28 Prozent liegt, müssen ihre Regierungspartner Verluste hinnehmen: Die SPD kommt nur noch auf 7, die Grünen auf 8 Prozent.

Für die Sozialdemokraten wäre ein solches Ergebnis das bislang schlechteste in Thüringen. Die Grünen geben im Vergleich zur Umfrage Ende Juli 3 Prozentpunkte ab, würden aber noch besser abschneiden als bei der Landtagswahl 2014.

Die AfD kann sich im Vergleich zur vorherigen Umfrage des Instituts noch einmal verbessern und erreicht mit 25 Prozent ihr bisheriges Allzeithoch in Thüringen. Auch die CDU legt leicht zu (+1), verbleibt mit 22 Prozent aber wie schon bei der Erhebung Ende Juli auf dem dritten Platz. Bei der Landtagswahl 2014 war die CDU noch stärkste Kraft in Thüringen geworden; bis dahin hatte sie auch stets den Ministerpräsidenten im Freistaat gestellt. Die FDP muss weiterhin um ihren Einzug in den Landtag fürchten. Sie landet in der Umfrage bei 5 Prozent. Im aktuellen Landtag ist die FDP nicht vertreten.

Die Partei von Ministerpräsidenten Bodo Ramelow würde derzeit genauso viel Zustimmung erreichen wie bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2014. Sein rot-rot-grünes Bündnis hätte nach dieser Umfrage aber keine Mehrheit mehr. Alle drei Parteien werben im Wahlkampf damit, ihre Koalition gern fortsetzen zu wollen.

Auch eine CDU-geführte Koalition hätte nicht genügend Stimmen für die Bildung einer Regierung. Ein Bündnis aus CDU, SPD, Grüne und FDP käme zum Beispiel nur auf 42 Prozent der Stimmen. Mit der AfD haben alle im Thüringer Landtag vertretenen Parteien eine Kooperation ausgeschlossen.

Bei den Beliebtheitswerten steht Ramelow weiterhin an der Spitze. Laut Umfrage ist jeder zweite Thüringer zufrieden oder sehr zufrieden mit ihm (65 Prozent). Mit 51 Prozent steht Wolfgang Tiefensee (SPD) an zweiter Stelle. CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring verbessert sich um 6 Prozentpunkte auf 40 Prozent.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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