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Erfurt: Gericht verhandelt 25 Jahre alten Mord in Tschechien erneut

Opfer nach Tschechien verschleppt  

Landgericht Erfurt verhandelte 25 Jahre alten Mord erneut

10.10.2019, 13:28 Uhr | t-online.de

Erfurt: Gericht verhandelt 25 Jahre alten Mord in Tschechien erneut. Verhandlung von 2015: Vier Männer im Alter zwischen 40 und 47 Jahren sollen am 14.9.1994 einen Erfurt in der Tschechischen Republik getötet haben. (Quelle: imago images)

Verhandlung von 2015: Vier Männer im Alter zwischen 40 und 47 Jahren sollen am 14.9.1994 einen Erfurt in der Tschechischen Republik getötet haben. (Quelle: imago images)

Nach 25 Jahren ist der Mord eines Mannes in Tschechien erneut Thema beim Landgericht Erfurt. Zwar fiel im Jahr 2016 ein Urteil, doch genau dieses wurde am Donnerstag in Erfurt geprüft.

Im Jahr 1994 war es in Tschechien zu einem grausamen Mord eines 20-Jährigen gekommen. Zuvor wurde dieser von vier Geschäftspartnern überredet, einen Ausflug von Erfurt nach Tschechien zu machen. Doch dort verschleppten die Männer das Opfer in einen Wald, steinigten es und verbrannten den Mann letztendlich bei lebendigem Leibe. Die Leiche ließen die Täter im Wald zurück. Grund für die grausame Tat war ein Versicherungsbetrug, an dem sich der 20-Jährige nicht beteiligen wollte.

2012 hat einer der Täter Selbstmord begangen und in einem Abschiedsbrief von der grausamen Tat berichtet. Erst dann konnte das Rätsel um die Leiche in Tschechien gelöst und die Spur nach Deutschland verfolgt werden. Zwei Jahre später begannen die Verhandlungen in dem Fall, 2016 fiel schließlich das Urteil: Der Haupttäter muss lebenslänglich hinter Gitter, ein Mittäter wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt. Doch genau dieses Urteil wurde am Donnerstag in Erfurt geprüft.

Urteil nicht rechtskräftig

Der Mittäter sitzt bereits seit 2012 in Untersuchungshaft und das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Bewiesen sei zwar, dass der Mann schuldig sei, doch beim Urteilsspruch seien seine Vorstrafen übersehen worden, die zu einer Gesamtstrafenbildung hätten führen können, so der Bundesgerichtshof.


Für die Verhandlung war nur ein Tag, der Donnerstag, angesetzt. Am Nachmittag wurde schon das Urteil gesprochen. Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, blieb es bei 13 Jahren Haft. Allerdings wurde entschieden, dass drei Monate der Gesamtstrafe inzwischen als vollstreckt gelten, da das Verfahren so lange gedauert hatte. Der Mann saß bislang in Untersuchungshaft.

Verwendete Quellen:

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