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Höcke polarisiert bei Wahlkampfauftritt in Erfurt

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Höcke polarisiert bei Wahlkampfauftritt in Erfurt

12.10.2019, 18:21 Uhr | dpa

Höcke polarisiert bei Wahlkampfauftritt in Erfurt. Björn Höcke

Björn Höcke. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Bei einem Auftritt im Landtagswahlkampf in Erfurt hat AfD-Landeschef Björn Höcke für kontroverse Reaktionen gesorgt. Seinen Anhängern, die den Spitzenkandidaten und Wortführer des rechtsnationalen AfD-Flügels mit "Höcke, Höcke"-Rufen empfingen, standen am Samstag in der Fußgängerzone der Thüringer Landeshauptstadt einige Hundert Gegendemonstranten gegenüber. Sie riefen "Buh", "Lügen-Höcke" oder "hau ab". Die Polizei war mit einer größeren Zahl an Beamten im Einsatz. Die Wahlkampfveranstaltung der AfD und die Protestaktion verliefen friedlich.

Höcke machte unter anderem Front gegen die Flüchtlingspolitik von Bundes- und Landesregierung und sprach von "Multikulturisierung". Er kritisierte die Energiewende hin zu erneuerbaren Energiequellen und bescheinigte Deutschland eine nach seinen Worten vorherrschende "dümmliche" politische Korrektheit.

Zu Kritikern, die der AfD eine Mitschuld an dem Mordanschlag in Halle geben, sowie zu Forderungen, seine Partei vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen, äußerte sich Höcke bei seinem Wahlkampfauftritt nicht. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hatte eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz ins Spiel gebracht. In Thüringen klagte die AfD beim Verfassungsgericht, weil Verfassungsschutzchef Stephan Kramer die Partei öffentlich als Prüffall wegen möglicherweise verfassungsfeindlicher Tendenzen bezeichnet hatte.

Das Gericht prüft, ob die Partei öffentlich als Prüffall bezeichnet werden darf. Eine Entscheidung wird im November erwartet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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