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Erfurt: Landwirte protestieren auch in Thüringen gegen Bundespolitik

Mit Korso aus 200 Traktoren  

Landwirte protestieren auch in Erfurt gegen Bundespolitik

22.10.2019, 14:33 Uhr | dpa

Erfurt: Landwirte protestieren auch in Thüringen gegen Bundespolitik. Bauernprotest in Bonn: Auch in Erfurt versammelten sich zahlreiche Landwirte und Befürworter. (Quelle: dpa/Henning Kaiser)

Bauernprotest in Bonn: Auch in Erfurt versammelten sich zahlreiche Landwirte und Befürworter. (Quelle: Henning Kaiser/dpa)

Auch Thüringer Landwirte protestierten an diesem Dienstag gegen die Bundespolitik. Mit einem Korso aus rund 200 Traktoren machten sie die Straßen in Erfurt dicht.

Mit einem Korso aus rund 200 Traktoren haben Thüringer Bauern in Erfurt ihrem Unmut etwa über die Verschärfung der Düngeverordnung Luft gemacht. Am Vormittag waren die Landwirte aus verschiedenen Ecken des Landes mit ihren Fahrzeugen zu ihrer Rundfahrt durch die Stadt gestartet, wie der Sprecher des Thüringer Bauernverbands, Axel Horn, am Dienstag sagte.

Die Aktion ist Teil einer Initiative, mit der Bauern am Dienstag bundesweit gegen für die Landwirtschaft entscheidende Pläne der Bundesregierung protestierten. Bei den Regierungsplänen geht es unter anderem um mehr Natur- und Tierschutz in der Landwirtschaft und um den Schutz des Grundwassers vor Nitrat. Das Mineral gelangt etwa durch Überdüngung in den Boden. Die Landwirte sehen durch die Auflagen ihre Existenz bedroht.

Freihandelsabkommen mit Südamerika in der Kritik

In Thüringen, Deutschland und Europa stiegen die klimapolitischen Anforderungen an die Landwirtschaft, sagte Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Linke) laut Mitteilung zu den Protesten. Gleichzeitig verhandele die EU ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staatenbund in Südamerika, obwohl dort soziale und ökologische Standards in der Landwirtschaft missachtet würden. Das sei paradox, so Keller.


Aus ihrer Sicht sollten etwa Freihandelsabkommen nur mit sicheren und vergleichbaren Sozial- und Umweltstandards geschlossen werden. "Auf Landesebene werden wir gewährleisten, dass die Agrarstruktur erhalten bleibt und Bauern es sich weiterhin leisten können, Boden zu kaufen und zu pachten."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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