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Fachkräftemangel: Thüringen erwägt Geodäsie-Ausbildung

Erfurt  

Fachkräftemangel: Thüringen erwägt Geodäsie-Ausbildung

03.12.2019, 04:59 Uhr | dpa

Fachkräftemangel: Thüringen erwägt Geodäsie-Ausbildung. Messpunkt

Ein Vermessungs-Kontrollpunkt mit der Aufschrift "Messpunkt" ist im Boden eingelassen. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Geoinformatiker und Ingenieure werde in Thüringen händeringend gesucht. Dem Kataster- und Vermessungswesen im Land gehen die Fachkräfte aus. "Wir haben Probleme, Stellen nachzubesetzen", sagte der zuständige Referatsleiter im Infrastruktur-Ministerium, Dirk Mesch, der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem in Kleinstädten und ländlichen Gebieten sei es aufgrund des leer gefegten Arbeitsmarktes schwierig, Interessenten zu finden.

Um Nachwuchs zu gewinnen, wird in Thüringen nun die Etablierung eines Geodäsie-Studiengangs erwogen. Dazu gebe es erste Kontakte mit der Fachhochschule in Erfurt. "Wir erhoffen uns, dass die hier Studierenden dann auch im Freistaat bleiben", sagte Mesch. Für die Ausbildung zum Geoinformatiker oder Vermessungsingenieur müssen Thüringer gegenwärtig etwa nach Dessau, Dresden oder Würzburg gehen.

Die Thüringer Kataster- und Vermessungsverwaltung zählt den Angaben zufolge rund 500 Beschäftigte. Damit wurde in den vergangenen drei Jahrzehnten fast die Hälfte des Personals abgebaut. "Wir konnten das durch die starke Digitalisierung ausgleichen und auch effizienter werden, aber jetzt stoßen wir an Grenzen", sagte der Präsident des Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation, Uwe Köhler.

Die Geodatenbehörde versucht derweil, Auszubildende möglichst früh an sich zu binden. "Wir gehen in Schulen und auf Berufsbildungsmessen", so Köhler. Der Aufwand sei sehr hoch. Pro Jahr will die Behörde zehn neue Auszubildende gewinnen.

Der Landesvorsitzende des Bundes der öffentlich bestellten Vermessungsingenieure in Thüringen, Torsten Hentschel, beklagte eine ungesunde Alterspyramide. Der Altersdurchschnitt liege bei 54 Jahren. "In den nächsten zehn Jahren hört die Hälfte der Kollegen auf und es fehlt an Nachfolgern, um die Büros zu übernehmen."

Es sei gegenwärtig fast unmöglich, auf dem freien Markt jemanden zu finden. Das Studium sei anspruchsvoll und die Selbstständigkeit nicht jedermanns Sache. Laut Hentschel gibt es in Thüringen derzeit rund 60 Vermessungsingenieurbüros.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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