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Tiefensee warnt vor voreiliger Ressortdebatte

Erfurt  

Tiefensee warnt vor voreiliger Ressortdebatte

09.12.2019, 15:27 Uhr | dpa

Tiefensee warnt vor voreiliger Ressortdebatte. Wolfgang Tiefensee spricht mit Reportern

Wolfgang Tiefensee (SPD), Thüringens SPD-Vorsitzende, spricht mit Reportern. Foto: Michael Reichel/dpa (Quelle: dpa)

Der Thüringer SPD-Vorsitzende Wolfgang Tiefensee hat mit Blick auf eine von Rot-Rot-Grün angepeilte Minderheitsregierung von einer verfrühten Debatte über Ministerienbesetzung abgeraten. "Wir sollten uns zunächst einmal über unsere gemeinsamen Ziele und Projekte für die anstehende Legislatur und auf die Zusammenarbeit mit CDU/FDP im Parlament verständigen", teilte Tiefensee am Montag mit. Die Verteilung und der Zuschnitt der Ressorts sowie Personalfragen stünden am Ende dieser Diskussion.

Die Funke-Mediengruppe (Montag) berichtete zuvor, dass die Landes- und Fraktionsvorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, den Chefposten beim Infrastruktur- und Landwirtschaftsministerium nach eigenen Angaben nach wie vor bei ihrer Partei sieht. Sie begründete dies mit dem vor allem auch im Vergleich mit den Verhandlungspartnern deutlich besseren Abschneiden der Linken bei der Landtagswahl; aber auch damit, keine Unruhe in der Verwaltung wecken zu wollen, wie ein Sprecher der Partei sagte.

Zuvor hatte der Grünen-Fraktionschef, Dirk Adams, ins Spiel gebracht, dass die Landwirtschaft zum Umweltministerium wandern könnte - unter Führung der Grünen.

Auf Nachfrage betonten Sprecher der Linken und der Grünen allerdings, dass die Ressortfragen erst nach Inhaltsfragen geklärt würden. "Das steht ganz zum Schluss an, auch um bei den Verhandlungen nicht durch einen thematischen Filter zu blicken, welche Ministerien wir später handhaben werden", sagte ein Sprecher der Linken in Thüringen.

"Im ersten Schritt reden wir über Inhalte, dann über Zuschnitte und dann über Personal", betonte auch ein Sprecher der Thüringer Grünen.

Die bisherige Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller (Linke), wurde Ende November zur Landtagspräsidentin gewählt. Rot-Rot-Grün trifft sich am Dienstag in Erfurt zum mittlerweile fünften Mal zu Gesprächen über die Grundlagen einer Minderheitsregierung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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