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Thüringer Qualitätssiegel nur verhalten genutzt

Erfurt  

Thüringer Qualitätssiegel nur verhalten genutzt

18.01.2020, 09:27 Uhr | dpa

Thüringer Qualitätssiegel nur verhalten genutzt. Thüringer Qualitätssiegel

Das Siegel "Geprüfte Qualität aus Thüringen". Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Bislang lassen nur wenige Agrarunternehmen im Freistaat ihre Produkte mit dem Siegel "Geprüfte Qualität aus Thüringen" auszeichnen. Derzeit gebe es 80 Lizenznehmer für dieses Zertifikat, sagte eine Sprecherin des Thüringer Infrastrukturministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt würden damit derzeit etwa 160 Produkte ausgezeichnet.

Diese Zahlen seien aus Sicht des auch für die Landwirtschaft zuständigen Ministeriums "noch ausbaufähig", so die Sprecherin. Das Ministerium bemühe sich seit 2019, mehr Unternehmen als Lizenznehmer zu gewinnen. Für das laufende Jahr sei beispielsweise vorgesehen, Lizenznehmer noch stärker als bislang zu fördern.

Thüringen hatte Anfang 2017 beschlossen, die Kriterien für Produkte zu verschärfen, die das Qualitätssiegel tragen sollen. Heute müssen laut Ministerium mindestens 90 Prozent der Rohstoffe, die in einem Produkt verarbeitet worden sind, aus dem Freistaat stammen, wenn darauf "Geprüfte Qualität aus Thüringen" stehen soll. Zuvor genügten dafür mindestens 50,1 Prozent.

Nach früheren Angaben der damaligen Infrastrukturministerin Birgit Keller (Linke) trugen das alte Siegel etwa 320 Produkte von 108 Erzeugern. "Hintergrund der neuen Regelung ist das Anliegen, regionale Wertschöpfungsketten zu stärken sowie den Erwartungen der Verbraucher besser gerecht zu werden", sagte die Ministeriumssprecherin.

Nach Angaben des Ministeriums nutzen Kleinbetriebe das neue Zertifikat vor allem für Honig, Wildfleisch und Zierpflanzen. Großbetriebe würden das Siegel insbesondere für Wurst sowie Obst, Gemüse und Kartoffeln nutzen.

Hersteller, die die strengen Vorgaben des neuen Siegels noch nicht erfüllen, können den Angaben nach noch bis Ende 2021 ihre Produkte als "Geprüfte Qualität - Hergestellt in Thüringen" auszeichnen lassen. "Hier muss der Anteil Rohstoffe aus Thüringen in verarbeiteten Lebensmitteln nach wie vor nur bei mindestens 50,1 Prozent liegen", sagte die Sprecherin. Derzeit würden 16 Unternehmen dieses seit 2017 existierende Siegel für 37 Produkte nutzen. Nach Ende der Übergangszeit soll es wegfallen.

Wie viele Lizenznehmer beziehungsweise Produkte in den nächsten Jahren nach den Vorstellungen des Ministeriums das Siegel "Geprüfte Qualität aus Thüringen" nutzen sollen, dazu machte die Sprecherin keine konkreten Angaben. "Fakt ist jedoch: Je mehr Unternehmen das Thüringer Qualitätszeichen nutzen, desto bekannter wird dieses als Werbekonstante für Thüringer Produkte", sagte sie. "Insofern kann die Zielvorgabe nur lauten: So viele wie möglich."

Gerade weil auf dem Lebensmittelmarkt eine Flut von Siegeln mit zum Teil undurchschaubaren Kriterien existiere, gebe das Thüringer Qualitätszeichen den Verbrauchern Orientierung und Sicherheit. Es handele sich dabei um ein staatliches Zeichen. Die Kriterien für die Nutzung des Siegels seien klar definiert, die Einhaltung der Vorgaben werde regelmäßig und neutral kontrolliert.

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