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Regierung: Möglichst wenig Kinder in Notbetreuung

Erfurt  

Regierung: Möglichst wenig Kinder in Notbetreuung

06.04.2020, 13:49 Uhr | dpa

Regierung: Möglichst wenig Kinder in Notbetreuung. Abgesperrrte Schule

Ein Schild mit der Aufschrift "Kein Zutritt, nur Notbetreuung" an einer Schule. Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Landesregierung will die Zahl der Schul- und Kindergartenkinder, die in der Corona-Pandemie in den Einrichtungen betreut werden, weiter so klein wie möglich halten. Nur die "absolut zwingenden Fälle" könnten entsprechend der geltenden Regeln für die sogenannte Notbetreuung berücksichtigt werden, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Wegen der Coronavirus-Pandemie sind in Thüringen derzeit Schulen und Kindergärten geschlossen. Nur bei einer möglichst geringen Zahl von dennoch betreuten Kinder könne das Ziel, die Infektionsketten zu unterbrechen, erreicht werden.

Die Notbetreuung soll Eltern aus für die Bewältigung der Pandemie wichtigen Bereichen ermöglichen, weiter ihrer Arbeit nachzugehen. Das betrifft vor allem Ärzte, Pflegekräfte, Polizisten, Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Katastrophenschutzes, aber auch Beschäftigte in der Wasserversorgung, der Lebensmittelgrundversorgung und der Telekommunikation.

Nach einem Bericht der "Thüringer Allgemeinen" (Online) will Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auch Jobcenter und die Thüringer Aufbaubank in diese sogenannte kritische Infrastruktur einstufen. Die Bank-Mitarbeiter sind derzeit mit der Bearbeitung von Anträgen auf Corona-Wirtschaftshilfen, die der Jobcenter mit jenen auf Kurzarbeitergeld beschäftigt. Eine entsprechende Anfrage des Ministeriums liege vor, sagte Regierungssprecher Günter Kolodziej auf Anfrage. Sie werde derzeit geprüft.

Am Montag sorgten die Osterferien für einen leichten Rückgang der Zahl der in Schulen betreuten Kinder auf 911. Vor Ferienbeginn waren es laut Bildungsministerium rund 1100 Schüler in dieser Betreuung, das entspricht einem Prozent der Schüler.

Unterdessen forderte die CDU-Landtagsfraktion die Landkreise und kreisfreien Städte auf, den Transport von Schul- und Kindergartenkindern in Notbetreuung in die Einrichtung lückenlos sicherzustellen. Die Fraktion habe Hilferufe von Ärzten und Pflegekräften erhalten, dass wegen des ausgedünnten Nahverkehrs kaum noch Busse in die Einrichtungen fahren, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Malsch am Montag. Notfalls müssten die für den Schülertransport zuständigen Kommunen die Beförderung in Kleinbussen oder Taxis sicherstellen.

Aus Sicht des Bildungsministeriums handelt es sich nicht um ein flächendeckendes Problem, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. In manchen Schulen müssten nur ein bis zwei Schüler betreut werden. In Einzelfällen, in denen es zu Transportproblemen komme, müssten die Landkreise und kreisfreien Städte als Schulträger eine andere Lösung finden.

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