Sie sind hier: Home > Regional > Erfurt >

Atemspende als Eigengefährdung? Lebensrettung in Corona-Zeit

Erfurt  

Atemspende als Eigengefährdung? Lebensrettung in Corona-Zeit

06.06.2020, 10:41 Uhr | dpa

Atemspende als Eigengefährdung? Lebensrettung in Corona-Zeit. Ein Rettungsring liegt in einem Freibad im Wasser

Ein Rettungsring liegt in einem Freibad im Wasser. Foto: Ole Spata/ZB/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Nach dem Start in die Badesaison hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Rettungsschwimmern bei der Beatmung den Einsatz von Hilfsmitteln empfohlen. "Wenn Wiederbelebungsmaßnahmen ergriffen werden müssen, dann ist für eine ausreichende Sauerstoffversorgung eine Atemspende unverzichtbar", erklärte Eric Lorenz, Wasserwacht-Referent im Thüringer DRK-Landesverband. Daher seien Schutzvorkehrungen auch für die Retter selbst nötig.

So rät der Landesverband darauf zu achten, dass Mund und Nase des Menschen, der gerettet wird, vom Rettungsschwimmer abgewandt sind. Wenn die Betroffenen beatmet werden, sollten dafür ausschließlich eine Atemmaske oder ein sogenannter Beatmungsbeutel genutzt werden.

Der Eigenschutz gehe zwar vor, sagte Lorenz mit Blick auf die Retter. "Jedoch ist die Rettung eines Ertrinkenden ohne Körperkontakt kaum möglich. Und das ist unser Job. Gleiches gilt für Erste-Hilfe-Maßnahmen."

Experten zufolge spielen bei der Infektion mit dem Coronavirus sogenannte Aerosole etwa in der Atemluft eines Menschen eine Rolle. Aerosole sind ein Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen in der Luft. Solche Teilchen können beispielsweise Partikel von Sars-CoV-2 sein.

Die DRK-Wasserwacht Thüringen zählt rund 1000 Lebensretter. Da diese Ehrenamtliche immer wieder etwa zum Studium Thüringen verlassen, sei die Wasserwacht stetig auf der Suche nach neuen Rettungsschwimmern.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erklärte zuletzt zudem, dass sie in diesem Sommer mehr Badetote befürchte als in den vergangenen Jahren. Wegen der Corona-Krise seien Schwimmbäder wochenlang geschlossen und Schwimmkurse deshalb ausgefallen.

Freibäder und Badeseen dürfen in Thüringen seit dem 1. Juni öffnen. Voraussetzung ist ein Hygienekonzept mit Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal