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Krise: Verbände sehen Klassenfahrten grundsätzlich in Gefahr

Erfurt  

Krise: Verbände sehen Klassenfahrten grundsätzlich in Gefahr

14.07.2020, 14:55 Uhr | dpa

Klassenfahrten und Wandertage stehen nach Auffassung verschiedener Verbände durch die Corona-Krise erst recht auf der Kippe. "Die aktuelle Corona-Pandemie hat auf den Punkt gebracht, was seit Jahren unerledigt schwelt", hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Mitteilung. Darin listen unter anderem der Thüringer Lehrerverband, der Landesverband der Schullandheime sowie die Landesschüler- und Landeselternvertretungen eine ganze Reihe an Problemen auf. Regeln etwa bei der Organisation und der Vertragsgestaltung von Wandertagen und Klassenfahrten, die das Bildungsministerium vorsehe, seien praxisfern, bürokratisch und belasteten die Beteiligten über Gebühr hinaus. Die Vorschrift sollte schnellsten geändert werden, forderten die Verbände.

Viele Lehrer würden gerne Klassenfahrten anbieten, sagte Frank Fritze vom Lehrerverband. Mit den langen Fristen für Buchungen - nämlich mindestens ein Schuljahr im Voraus - sei das aber nicht machbar. Die Problematik sei nun zudem durch die von der Pandemie verursachte Unsicherheit gewachsen.

Aktuell könnten auch kaum Klassenfahrten geplant werden, da wegen Corona Neubuchungen für das kommende Schuljahr nur erlaubt seien, wenn eine kostenlose Stornierung ermöglicht werde, hieß es in der Mitteilung. Diese Forderung seitens des Ministeriums sei aber nicht mit dem Gesetz vereinbar und bringe Dienstleister in Not. Vom Schullandheimverband hieß es, dass aktuell ganze Häuser um ihre Existenz bangten.

Im Zuge der Corona-Krise sei vielen Eltern erstmals bewusst geworden, dass sie Vertragspartner für Klassenfahrten seien, nicht etwa die Schule. "Und das ohne jemals den Vertrag in der Hand gehabt zu haben", kritisierte Claudia Koch von der Landeselternvertretung. Zwar sollten sich Eltern sehr wohl bei Kosten für Reisen beteiligen - aber Schulen, oder das Land müssten Vertragspartner sein, forderte Koch.

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