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BUND: Land soll neuen Gipssteinbruch verhindern

Erfurt  

BUND: Land soll neuen Gipssteinbruch verhindern

05.08.2020, 14:46 Uhr | dpa

BUND: Land soll neuen Gipssteinbruch verhindern. Gipsabbau in Thüringen

In einem Tagebau wird Gips abgebaut. Foto: Martin Schutt/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die geplante Erweiterung des Gipsabbaus im Himmelsberg-Mühlberg-Massiv bei Niedersachswerfen stößt auf Protest beim Umweltverband BUND. Eines der geplanten Abbaugebiete liege außerhalb der bereits bewilligten Fläche und komme somit einer Neuanlage gleich, kritisierte BUND-Landesgeschäftsführer Burkhard Vogel am Mittwoch in Erfurt. Das stehe im Widerspruch zum Regierungsvertrag der rot-rot-grünen Landesregierung, keine neuen Gipsabbauflächen zu genehmigen.

Das Bergbauunternehmen Saint Gobain, der seit 2007 im Südharzrevier Gipsabbau betreibt, hat nach Angaben eines Sprechers beim Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz die Genehmigung für den Abbau auf mehreren insgesamt rund 1,86 Hektar großen Teilflächen gestellt.

Sie grenzen laut Unternehmen an ein bereits seit rund 13 Jahren genutztes Areal, das inzwischen überwiegend abgebaut sei. Das Unternehmen verwies darauf, dass sich alle betroffenen Flächen innerhalb der im aktuellen Entwurf der Regionalplanung für Nordthüringen ausgewiesenen Vorranggebiete für den Rohstoffabbau befinden.

BUND-Landesgeschäftsführer Burkhard Vogel forderte das Land auf, die Erweiterungspläne zu stoppen. "Die Thüringer Landesregierung muss jetzt Rückgrat beweisen", erklärte er. "Alles andere käme einem Wortbruch gleich." Dem widersprach Umweltstaatssekretär Olaf Möller in einer Mitteilung. Landesregierung und Behörden müssten nach Recht und Gesetz entscheiden, erklärte er.

Nach seinen Angaben wird derzeit geprüft, ob die Einbeziehung weiterer Teilflächen vertretbar ist. Betriebliche Planungssicherheit und Naturschutz seien hier in Einklang zu bringen. "Das Ergebnis könnte also auch sein: Um einen anderen Bereich vor Abbau zu schützen, ist der Abbau dort verhältnismäßig. Ein weiterer zweiter Antrag des Unternehmens von gut einem Hektar ist dagegen eindeutig abzulehnen", heißt es in der Mitteilung. In Nordthüringen bauen mehrere Unternehmen Gips ab. Dagegen regt sich seit Jahren Protest von Naturschützern.

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