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Opferberatung Ezra fordert stärkeren Kampf gegen Rassismus

Erfurt  

Opferberatung Ezra fordert stärkeren Kampf gegen Rassismus

06.08.2020, 14:49 Uhr | dpa

Opferberatung Ezra fordert stärkeren Kampf gegen Rassismus. Opferberatung Ezra

Ein Mensch läuft in die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt. Foto: Michael Reichel/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Beratungsstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt (ezra) hat zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen Rassismus und Neonazismus aufgerufen. Nach von ihr geführten Statistiken gebe es in Erfurt rechnerisch mindestens alle zwei Wochen eine rechtsmotivierte Gewalttat, sagte Projektkoordinator Frank Zobel am Donnerstag. "Es muss endlich damit Schluss sein, dass bei solchen brutalen Neonazi-Angriffen nur ungenügend aufgeklärt, Haftanträge nicht gestellt, Verfahren verschleppt oder eingestellt werden."

In Thüringens Landeshauptstadt ist es binnen weniger Wochen zu zwei Gewalttaten auf Menschengruppen gekommen, an denen mutmaßliche Täter mit rechtsextremen Hintergrund beteiligt waren. Vor der Staatskanzlei in der Erfurter Innenstadt wurde Mitte Juli eine Gruppe junger Menschen angegriffen, geschlagen und getreten. Von den zwölf Beschuldigten haben nach Erkenntnissen der Polizei einige einen rechtsextremen Hintergrund.

Am vergangenen Wochenende kam es vor einem rechtsextremen Szenetreff im Plattenbaugebiet Herrenberg zu einem Angriff auf drei Menschen aus Guinea. Zwei von ihnen wurden verletzt, darunter einer so schwer, dass sein Zustand zwischenzeitlich als kritisch galt. Die ebenfalls zwölf Verdächtigen werden von der Polizei der rechtsextremen Kleinstpartei "Dritter Weg" und deren Umfeld zugeordnet. Mirjam Elomda von der Initiative Schwarzer Menschen in Thüringen erklärte, die rassistisch motivierte Gewaltbereitschaft sei alarmierend.

Nach einem Gerichtsurteil muss ein rechter Verein, der in der Immobilie am Tatort in Herrenberg sein Domizil hat, das Gebäude bis Ende August räumen. Das Urteil des Amtsgerichts Erfurt sei inzwischen rechtskräftig, wie ein Sprecher des Landgerichts Erfurt sagte. Eine Berufung sei beim Landgericht nicht eingegangen. Zuvor hatte der MDR darüber berichtet.

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