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Werner: Vorerst mit 125 000 Corona-Impfdosen zu rechnen

Erfurt  

Werner: Vorerst mit 125 000 Corona-Impfdosen zu rechnen

01.12.2020, 15:36 Uhr | dpa

Werner: Vorerst mit 125 000 Corona-Impfdosen zu rechnen. Heike Werner nimmt an einer Pressekonferenz teil

Heike Werner (Die Linke), Gesundheitsministerin von Thüringen, nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Für den Start der Corona-Impfung kann Thüringen nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) zunächst mit etwa 125 000 Impfdosen rechnen, sobald ein Impfstoff auf dem Markt ist. Dies sei eine vorläufige Prognose, die sich jederzeit ändern könne, sagte Werner am Dienstag in Erfurt.

Damit könnten etwa 60 000 Menschen mit den zwei erforderlichen Einzelimpfungen versorgt werden. Angesichts des Impfbedarfs allein bei Beschäftigen in Krankenhäusern, Rehakliniken und Pflegeheimen sowie bei Pflegedürftigen zeigt sich Werner zufolge, dass die Festlegung einer Rangfolge bei Impfwilligen nötig sei.

Nach ihren Angaben arbeiten 33 000 Menschen in Thüringen in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken. 21 000 Menschen kümmern sich in Pflegeheimen um etwa 33 000 Bewohner. Diese Gruppen sind als vorrangig zu impfende Gruppen im Gespräch, eine endgültige Empfehlung der Ständigen Impfkommission dazu steht noch aus.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) geht von einem Impfstart für Thüringen im Januar aus, wie Geschäftsführer Sven Auerswald ergänzte. Die KV baut im Auftrag des Landes derzeit 29 Impfzentren flächendeckend für Thüringen auf, zudem sollen zehn mobile Teams für den Einsatz in Pflegeheimen gebildet werden. Sie sollen Mitte Dezember einsatzbereit sein.

Rund 500 Ärzte haben sich laut KV bislang zur Mitarbeit gemeldet. Die Kosten des Landes für Impfzubehör wie Kanülen und Spritzen, Kühlmöglichkeiten und Impfstellen bezifferte Werner auf 25 Millionen Euro, die Impfstoff-Beschaffung laufe zentral über den Bund. Der US-Pharmakonzern Moderna und die Mainzer Firma Biontech gemeinsam mit der US-Firma Pfizer haben die Zulassung für die von ihnen entwickelten Impfstoffe in der EU beantragt.

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