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Corona in Erfurt: Messe Erfurt kämpft mit starken Umsatzeinbußen

Corona-Jahr 2020  

Messe Erfurt kämpft mit starken Umsatzeinbußen

06.01.2021, 08:27 Uhr | dpa

Corona in Erfurt: Messe Erfurt kämpft mit starken Umsatzeinbußen. Blick auf die Fachmesse zum Thema Corona-Schutz "pro.vention": Wegen der Pandemie mussten zahlreiche Messen in Erfurt verschoben werden.  (Quelle: imago images/Future Image)

Blick auf die Fachmesse zum Thema Corona-Schutz "pro.vention": Wegen der Pandemie mussten zahlreiche Messen in Erfurt verschoben werden. (Quelle: Future Image/imago images)

Eigentlich sollte 2020 für die Messe Erfurt das beste Jahr in ihrer Geschichte werden. Doch die Corona-Pandemie hat die Veranstaltungsbranche hart getroffen. Das wird sich wohl auch im neuen Jahr nicht so schnell ändern. 

Monatelange Corona-Pause und weniger Besucher: Die Corona-Pandemie hat deutliche Spuren bei der Messe Erfurt hinterlassen. Statt geplanter zehn Millionen Euro sei nur ein Umsatz in Höhe von 3,3 Millionen Euro erreicht worden, sagte Geschäftsführer Michael Kynast. "Das ist echt traurig."

Eigentlich war er davon ausgegangen, dass 2020 das beste Jahr in der Messe-Geschichte werden könnte. Stattdessen seien Kolleginnen und Kollegen nun in Kurzarbeit geschickt worden. Aktuell habe die Messe etwas weniger als 50 Mitarbeiter. "Einige Stellen sind nicht besetzt – und wir werden sie wohl auch nicht so schnell besetzen."

"Bestimmte Projekte waren aber auch erfolgreich, wie die 'pro.vention'", betonte Kynast. Die Messe zu Themen rund um den Corona-Schutz sei innerhalb von nur wenigen Wochen entwickelt worden. 1.500 Fachbesucher hatten an zwei Tagen vor Ort und online bei der Erstauflage Präsentationen und Fachvorträge verfolgt.

Zum Vergleich: Eine unter normalen Bedingungen verlaufene Messe für Modellbau Anfang Februar hatte 15.000 Besucher gezählt. Dagegen waren zur Verbrauchermesse "Thüringen Ausstellung" Anfang März unter strengen Hygiene-Vorschriften rund 45.000 Gäste gekommen – laut Veranstalter 35 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Neue Wege aufgezeigt

Kynast richtet sich auch auf einen verhaltenen Start ins Jahr 2021 ein: "Wenn wir in die Glaskugel schauen, müssen wir davon ausgehen, dass wir auch in den ersten Monaten des neuen Jahres keine Veranstaltungen haben werden." Den Kopf in den Sand stecken wolle er aber nicht. Einige Projekte seien bereits verschoben worden, etwa die Messe "Reiten, Jagen, Fischen" in den Mai. Andere Veranstaltungen seien bereits komplett auf ein Jahr später verlegt worden.

Einige Events hätten 2020 neue Wege aufgezeigt – etwa, wie digitale Angebote funktionieren. "Damit bekommen wir eine Reichweite, die wir sonst nicht haben", sagte Kynast. So sei Geld in neue Verkabelung und Streaming-Technik investiert worden. "Ich glaube zwar nicht, dass virtuelle Erlebnisse die live vor Ort komplett ersetzen können, aber wir werden das in Zukunft auch weiter verfolgen."

Erfurt ist nach Angaben der Messegesellschaft der zweitgrößte Messestandort in den fünf ostdeutschen Flächenländern nach Leipzig. Etwa 650.000 Besucher kommen in normalen Jahren zu Ausstellungen, Tagungen und Konzerten und anderen Veranstaltungen auf das Gelände. Hauptgesellschafter ist das Land Thüringen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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