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Erfurt: Erinnerungsort Topf und Söhne will Perspektive von Holocaust-Opfern stärken

10 Jahre Topf und Söhne  

Erinnerungsort will Perspektive von Holocaust-Opfern stärken

20.01.2021, 09:54 Uhr | dpa

Erfurt: Erinnerungsort Topf und Söhne will Perspektive von Holocaust-Opfern stärken. Informationsstelen auf dem Außengelände des Erinnerungsortes Topf und Söhne: 2021 wird der Erinnerungsort zehn Jahre alt. (Quelle: dpa/Michael Reichel/dpa-Zentralbild)

Informationsstelen auf dem Außengelände des Erinnerungsortes Topf und Söhne: 2021 wird der Erinnerungsort zehn Jahre alt. (Quelle: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa)

In diesem Jahr wird der Erfurter Erinnerungsort Topf und Söhne zehn Jahre alt. Auch künftig soll hier aufgeklärt und den Opfern des Holocausts gedacht werden. Doch dafür braucht es mehr Fördergelder. 

Der Erfurter Erinnerungsort Topf und Söhne möchte die Perspektive derer weiter stärken, die im Holocaust ermordet worden sind oder durch den Massenmord Familienmitglieder verloren haben. Es seien in den vergangenen Jahren zahlreiche Interviews mit Überlebenden geführt worden, "etwa dazu, was es bedeutet, an der Rampe in Auschwitz zu stehen und von der Familie getrennt zu werden", sagte die Kuratorin des Erinnerungsorts in Erfurt, Annegret Schüle, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Erinnerungsort Topf und Söhne war vor zehn Jahren eröffnet worden. Er zeichnet die Geschichte der gleichnamigen Erfurter Firma nach, die Öfen unter anderem für die Krematorien des NS-Vernichtungslagers Auschwitz lieferte.

Aschekapseln und Kleiderreste aus dem ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald: Von der Firma Topf und Söhne wurden einst die Verbrennungsöfen für das NS-Vernichtungslager Auschwitz konstruiert und gebaut.  (Quelle: dpa/Michael Reichel/dpa-Zentralbild)Aschekapseln und Kleiderreste aus dem ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald: Von der Firma Topf und Söhne wurden einst die Verbrennungsöfen für das NS-Vernichtungslager Auschwitz konstruiert und gebaut. (Quelle: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa)

Die Antworten der Überlebenden könnten den Besuchern in den nächsten Jahren über Audioguides zugänglich gemacht werden, sagte Schüle weiter. Allerdings seien zusätzliche Fördergelder nötig, um die entsprechende Technik anschaffen zu können.

Insgesamt haben nach Angaben von Schüle etwa 125.000 Menschen in den vergangenen zehn Jahren den Erinnerungsort besucht, im letzten Jahr vor der Corona-Krise seien es etwa 13.300 Menschen gewesen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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