Sie sind hier: Home > Regional > Erfurt >

Zeugnisse jüdischen Lebens: Erfurt schickt Welterbe-Antrag an Unesco

Für Zeugnisse jüdischen Lebens  

Erfurt schickt Welterbe-Antrag an Unesco

01.02.2021, 17:17 Uhr | dpa

Zeugnisse jüdischen Lebens: Erfurt schickt Welterbe-Antrag an Unesco. Die alte Synagoge in der Innenstadt Erfurts: Nach jahrelanger Vorarbeit wurde der Welterbe-Antrag für das jüdisch-mittelalterliche Erbe Erfurts ist an die Unesco verschickt. (Quelle: dpa/Bodo Schackow/Archivbild)

Die alte Synagoge in der Innenstadt Erfurts: Nach jahrelanger Vorarbeit wurde der Welterbe-Antrag für das jüdisch-mittelalterliche Erbe Erfurts ist an die Unesco verschickt. (Quelle: Bodo Schackow/Archivbild/dpa)

Nach über acht Jahren Vorbereitung ist es so weit: Erfurt hat den Welterbe-Antrag für sein jüdisch-mittelalterliches Erbe an die Unesco geschickt – die Städte Speyer, Worms und Mainz jedoch auch. 

Der lange vorbereitete Welterbe-Antrag für das jüdisch-mittelalterliche Erbe Erfurts ist an die Unesco verschickt. Seit 2012 arbeitet die Landeshauptstadt daran, dass die Organisation der Vereinten Nationen die Erfurter Zeugnisse der jüdischen Religion und Kultur in die Liste bedeutender Stätten wie etwa die Große Mauer in China oder die Wartburg in Eisenach aufnehmen wird. 

Im Zentrum der Bewerbung stehen historische Gegenstände der jüdischen Gemeinde Erfurts und Gebäude. In der Stadt finden sich etwa ein Ritualbad (Mikwe), die in den 1990er Jahren wiederentdeckte Alte Synagoge und der "Erfurter Schatz" mit einem kostbaren Hochzeitsring.

Auch Speyer, Worms und Mainz bewerben sich

Bei der Bewerbung sehen die Beteiligten keinen Vor- oder Nachteil durch einen ähnlichen Antrag aus Rheinland-Pfalz. "Ich kann mir nicht denken, dass, wenn die drei Städte keinen Erfolg hätten, wir dadurch mehr hätten", sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Montag in Erfurt.

Damit bezog sich Ramelow auf Speyer, Worms und Mainz. Die Städte bewerben sich mit Bezug auf ihren Status als Zentren jüdischer Gelehrsamkeit im Mittelalter. Ursprünglich stand eine gemeinsame Bewerbung Erfurts und der anderen Kommunen zur Debatte, doch die Städte am Rhein hatten dem Gedanken schließlich eine Absage erteilt.

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein sagte am Montag, er halte es für möglich, dass die Unesco bei der Prüfung der Anträge jeweils auf die andere Seite verweisen werde. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine aufgenommen wird und das andere nicht", betonte der SPD-Politiker.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal